Jülich - Das Dauer-Provisorium im Park hält noch

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Das Dauer-Provisorium im Park hält noch

Von: Volker Uerlings
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Von weitem noch schön anzuseh
Von weitem noch schön anzusehen und immer noch sicher: die Zeltkuppel-Konstruktion über der Hauptbühne des Brückenkopf-Parks. Das ergab nun eine unfreiwillige Prüfung. Foto: Uerlings

Jülich. Nichts hält länger als ein ordentliches Provisorium. Das ist sprichwörtlich und trifft nicht nur auf notdürftige Erstversorgungen beim Zahnarzt oder die Übergangslösung beim Abdichten im Keller, sondern eben auch einen großflächigen „Regenschutz” über einer Bühne der Landesgartenschau zu.

Die ist in Jülich seit genau 13 Jahren Vergangenheit, aber die für ein oder zwei Jahre gedachte Zeltkuppel steht immer noch. Jüngst vor dem Auftritt des Kabarettisten Konrad Beikircher gab es einige Irritationen über die Stabilität der Konstruktion, die allerdings vollständig ausgeräumt worden sind. Das Provisorium hält noch durch. Das sagt ein Prüfstatiker in seinem Gutachten.

Die Irritationen waren bei einer Routineinspektion durch ein Fachunternehmen ausgelöst worden. Ein eifriger Mitarbeiter hatte dargelegt, was alle seit Jahren wissen: Die Zelthaut (Membran) ist nach mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr wie neu und müsste erneuert werden.

Das wiederum war in der Stadtverwaltung als möglicher Zweifel an der Standsicherheit interpretiert worden. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. „Ich habe der Park-Geschäftsführerin geraten, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, um sich in jedem Fall abzusichern”, erklärte Bürgermeister Heinrich Stommel auf Anfrage unserer Zeitung.

Dr. Dorothee Esser tat genau das und sah nach der Kontrolle durch den Statiker in ein lachendes Gesicht. Er sagte wörtlich: „Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen - auch nicht in nächster Zeit.” Ein großer Vorteil der Leichtbauweise des Tragegerüstes zur Landesgartenschau ist nämlich, dass sie vollständig aus Aluminium besteht. Und das rostet eben nicht, obwohl das Dach als Ganzes schon der Witterung ausgesetzt ist.

Die Chefin des Park atmete spürbar auf. „Wir können alle Veranstaltungen wie geplant in diesem Jahr und auch im nächsten Jahr durchführen”, erklärte sie am Freitag kurz vor dem Finale beim Aufbau zum „Flammenzauber”. Allerdings will Esser die Zeltkuppel zum Thema im Aufsichtsrat machen, noch in diesem Herbst. Denn die Erneuerung der Außenhaut ist mittelfristig geboten und finanziell kein Pappenstiel. Allein das Material dürfte um die 50.000 Euro kosten, die Montagekosten nicht mitgerechnet. Da muss man wohl rechtzeitig Rücklagen bilden - für den Erhalt eines beständigen Provisoriums.
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