Das Collegium Vocale Seoul bereichert den Linnicher Kultursommer

Von: Kr.
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Für die Freunde der Chormusik war das Konzert des Collegium Vocale Seoul in Linnich ein ganz besonderes Erlebnis. Foto: Kròl

Linnich. Zu einer kulturellen Hochburg mausert sich die evangelische Kirche in Linnich zurzeit. Erst am Wochenende konnte man anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Kirche ein hochkarätiges Konzert dort erleben, und nun wenige Tage später durften sich die Freunde der Chor- und Kirchenmusik über ein einzigartiges Konzert im Rahmen des Linnicher Kultursommers freuen.

Der Linnicher Kantorin Youna Park und ihren guten Beziehungen zu ihren koreanischen Kollegen und Kolleginnen ist es zu verdanken, dass sie immer wieder hervorragende Musiker nach Linnich holen kann. Und so machte das Collegium Vocale Seoul, das sich selbst zu seinem zehnjährigen Bestehen mit einer Deutschland Tournee beschenkte, zwischen Düsseldorf, Lünen, Berlin und Leipzig auch Station in Linnich.

Aus Anlass des 500. Jahrestags der Reformation hatten sie dann auch den Schwerpunkt des Programms auf Johann Sebastian Bach und seine Choräle gelegt. Neben den rund 20 Sängern und Sängerinnen, die sich unter der Leitung von Sunah Kim bereits weltweit einen Namen gemacht haben und bei zahlreichen Festivals auftraten, wirkten bei diesem Konzert Hee Sun Choi, Baroquevioline, Hee Young Chae an der Orgel sowie die Solisten Taeyun Song, Sunju Oh Sopran, Jayoung Lee Alt, Moon Jin Park, Kyung Mook Kang Tenor sowie Joannes Kim Bass mit.

Ein breites Repertoire beherrscht dieser Chor. Es reicht von der Renaissance bis zur Moderne, und gerne wird ihm eine atemberaubende und ästhetische Aufführung mit einem polierten und gut gemischten Klang nachgesagt. Hervorragende Arbeit hat die Dirigentin, die zunächst in Seoul später in Düsseldorf Kirchenmusik studierte und in ihrer Heimat als Barock-Spezialistin gilt, mit diesem Chor geleistet. Davon konnten sich auch die zahlreichen Zuhörer in der gut besuchten Kirche in Linnich überzeugen. Für sie war es ein ganz besonderes Konzerterlebnis.

Neben den Chorälen und auch Motetten begeisterte Hee Sun Choi mit ihrer Partita für Solo Violine Nr. 2 in d BWV 1004 Sarabanda Giga und Joowon Chung mit der Arie „Ich will auf den Herren schauen“. Youna Park erfreute die Zuhörer außerdem mit einer Improvisation zum Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“.

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