Jülich - Dank Yoshihiro Ozawa schafft der TTC noch ein Unentschieden

Dank Yoshihiro Ozawa schafft der TTC noch ein Unentschieden

Von: Jörg Sauer
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Rettete den Indeländern das Remis in Bad Königshofen: Der Japaner Yoshihiro Ozawa war an drei Punkten beteiligt. Foto: Margret Nündel

Jülich. Drei Tage nach dem aufreibenden Spiel beim TSV Bad Königshofen haben sich die Gemüter beim TTC Indeland Jülich wieder etwas beruhigt. Die sportliche Berg- und Talfahrt endete schließlich nach einigen emotionale Aufs und Abs bei einem leistungsgerechten Unentschieden.

Vor der Partie liefen die Einschätzungen und die Erwartungen für dieses Spiel etwas auseinander. Während Cheftrainer Miroslav Broda eher von einer lösbaren Aufgabe mit deutlichen Vorteilen im unteren Paarkreuz ausging, sagte Hermann Mühlbach, dass der triumphale Sieg gegen Frickenhausen genug Selbstvertrauen geben könnte, um beim TSV Bad Königshofen mithalten zu können. Mühlbachs Einschätzung bestätigte sich schließlich.

Marek Klasek, ein alter Bekannter beim TTC, ist heuer Spielertrainer beim TSV und verwirrte ein wenig, als er das Doppel Ort/Schüller, die immerhin Dritter bei den Deutschen Meisterschaften waren, auseinanderriss und sich selbst an der Seite von Christoph Schüller nominierte. Ozawa und Mühlbach machten kurzen Prozess und deklassierten das neu formierte Doppel der Gastgeber. Dieser Punkt war auch nötig, denn am Nachbartisch hatten Lauric Jean und Ewout Oostwouder das Nachsehen. Es deutete sich an, dass der TTC in der bayrischen Kurstadt einen schweren Stand haben würde.

Beim Stand von 1:4 war, zumal Jülichs oberes Paarkreuz zu Beginn keine Galaform zeigte, der Zug fast schon abgefahren. Hermann Mühlbach und Lauric Jean standen in ihren ersten Einzeln komplett neben der Spur. Mühlbach berichtete: „Wir waren von der langen Anreise echt geschafft. Lauric und Ewout haben ja noch bis Freitag bei den gut besetzten Flandern Open gespielt und das hat ein bisschen an ihren Kräften und an ihrer Konzentration gezehrt.“

Mühlbachs Fehlerquote beim Aufschlag lag im ersten Satz gegen Joao Geraldo bei unglaublichen 30 Prozent. Auch Jeans Spiel gegen Deutschlands Nachwuchshoffnung Kilian Ort wirkte derangiert. Als Ewout Oostwalder noch gegen den sehr erfahrenen Tschechen Richard Vyborny unterlag, war schließlich die Talsohle von 1:4 erreicht.

Yoshihiro Ozawa, der auch schon im Doppel toll spielte, gab mit seinem überragenden Sieg gegen Schüller die Initialzündung für den TTC. Lauric Jean und Hermann Mühlbach wirkten wie ausgetauscht. Mit engagierte Auftritten schlug der Belgier den portugiesischen Nationalspieler Geraldo und Mühlbach setzte sich gegen Ort durch. Der sehr gut aufgelegte Ozawa brachte mit seinem Sieg über Vyborny die Indeländer sogar mit 5:4 in Führung. Nach diesem hoch emotionalen Duell brachen beim jungen Japaner die Tränen aus. Sollte der fast tot geglaubte TTC jetzt sogar noch gewinnen? Die Chance war da! Doch Ewout Oostwouder fehlten die Kraft und auch die Erfahrung, um Christoph Schüller im entscheidenden Match an die Wand zu spielen.

„Beide Mannschaften können mit dem Remis zufrieden sein. Es war eine dramatische Begegnung mit einem gerechten Ausgang“, so Hermann Mühlbach.

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