Jülich - Dank „Vivo“: Internatsgebäude in Togo vor der Fertigstellung

Dank „Vivo“: Internatsgebäude in Togo vor der Fertigstellung

Von: Daniela Martinak
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Der Verein „Vivo“ hat Dank Initiative von Charlotte Nelles (2.v.l.) wieder Spenden für das Kinderdorf im togolesischen Gamé gesammelt. Dort wurde jetzt ein Internat für Kinder und Jugendliche errichtet. Foto: Martinak

Jülich. Stein auf Stein ist mit und mit das Kinderdorf in Togo errichtet worden. Erst eine Schule, dann eine Schneiderei, dann eine Schreinerei. Ausbildungsstätten, die den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen, deren Eltern sich die Finanzierung der wenigen öffentlichen Schulen und Ausbildungsbetrieben nicht leisten können.

Der Verein „Vivo“ existiert seit 1991 – ins Leben gerufen von Afrikanern und Deutschen. Mitglieder sind auch zahlreiche Jülicher, die engagiert sind, Interesse zeigen und Spenden sammeln. So, wie Charlotte Nelles, aber dazu später.

Das Kinderdorfprojekt, welches den Familien in Togo eine Perspektive eröffnen sollte, schreitet seitdem voran. Togo gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zunehmender Analphabetismus in der Gemeinde Gamé erschwert den Menschen die Chance auf einen der ohnehin schon wenigen Arbeitsplätze. „Die Schule wird so gerne von den Kindern besucht. Sie freuen sich darauf, zu lernen und treten dafür Wege an, die wir uns nicht vorstellen können“, erklärt Koami Robert Dougban, der Vivo-Vorsitzende bei dem Gespräch in der Herzogstadt. Teilweise bis zu sieben Kilometer gehen die Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren Tag für Tag. Über Felder, Wiesen und entlang der Hauptstraßen, auf denen die Lastkraftwagen mit Tempo 120 entlang krachen.

Die Schule beginnt am frühen Morgen. Mittags hat sie drei Stunden lang geschlossen, bevor der Unterricht am Nachmittag weiter geht. Pausenbrote haben die Schüler meist nicht dabei. „Ein Internat ist die einzige Möglichkeit die Kinder zu schützen, ausreichend zu versorgen und ihnen dennoch die Möglichkeit zu bieten, am Unterricht teilzunehmen“, bringt der aus Afrika stammende Jülicher, René Lassey, es auf den Punkt.

Dank der Initiative von Charlotte Nelles, die die Organisation der Spendenaktion in die Hand genommen hat, kamen bereits 2821 Euro zusammen. „Geld, welches wir den Jülicher Bürgern zu verdanken haben. 130 Spender aus der Herzogstadt haben unsere Aktion unterstützt“, sagt Nelles stolz. Stolz blicken die Vereinsmitglieder auf Fotos des Gebäudes, welches vor Kurzem fertiggestellt wurde. Etliche Schlafräume und eine Kantine sind gebaut worden. Was es noch nicht gibt: Betten, Schränke, Herd und Spüle ... „Haben sie schon mal ein Haus für 80 Kinder gebaut? Da kommt man mit knapp 3000 Euro leider nicht hin. Es wäre so schön, wenn die Kinder dort schlafen könnten“, hofft Nelles.

8000 Euro müssten noch zusammenkommen. Geld, welches dann nur für Möbel, technische und sanitäre Ausstattung verwendet werde. „Auch für uns ist das eine schwierige Mission, aber mit Hilfe sind wir sicher, dass wir das schaffen. So können wir bei all dem Elend dort einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten“, sagt Lassey. Auch Unterrichtsmaterial wird teilweise noch benötigt.

Wer den Verein und vor allem die Aktion unterstützen möchte, kann auch einen kleinen Betrag leisten. Die Spende soll bitte auf folgendes Konto bei der Sparkasse Vest Recklinghausen überwiesen werden: Spendenkonto 44404, Bankleitzahl: 426 501 50.

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