Jülich - Dank Glasfaser: Schneller surfen ab Dezember

Dank Glasfaser: Schneller surfen ab Dezember

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
13054606.jpg
Bürgermeister Axel Fuchs (l.) und Thomas Klein (Telekom) begutachten den aufgewerteten Verteilerkasten. Foto: Uerlings

Jülich. Eine von vielen Baustellen befindet sich gegenüber dem Propst-Bechte-Platz. Die Deutsche Telekom verlegt seit August in Jülich insgesamt rund 23 Kilometer Glasfaserkabel. Region-Managerin Anja Oppermann informierte Bürgermeister Axel Fuchs am Montag bei einem Ortstermin, dass schon ab Anfang Dezember insgesamt 10.500 Haushalte in der Herzogstadt vom Breitbandausbau profitieren können.

Das bedeutet, dass sie mit mindestens 25 Mbit und höchstens 100 Mbit pro Sekunde im Internet surfen können.

Diese Verbesserung der Infrastruktur lässt sich der Konzern nach eigenen Angaben einiges kosten, denn das Verlegen von Glasfaser summiere sich pro Kilometer auf 70.000 Euro, die zunächst vorfinanziert werden müssten.

Acht Kilometer der neuen Leitungsstrecken müssen im Tiefbau erfolgen, davon drei Kilometer offen, machen also Baustellen notwendig, die mitunter für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen verbunden sein können.

„Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten“, verspricht Anja Oppermann mit Blick auf die kommenden Monate. Zwei Kilometer des Netzes werden oberirdisch über Masten installiert – aus Kostengründen, wie das Unternehmen am Montag informierte. Das sei zum Beispiel im Bereich Mersch/Pattern der Fall.

Der Ausbau beschränkt sich aber nicht auf die Leitungen allein, sondern umfasst auch den Umbau von 37 Verteilerkästen in Jülich und den Stadtteilen, denn die Technik in ihrem Inneren ist entscheidend für das höhere Tempo auf der Datenautobahn. In diesen Multifunktionsgehäusen wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss der Kunden übertragen.

Wer welches Tempo nutzen kann, hängt von der Entfernung der Nutzer zu diesen Kästen ab. „Die letzte Meile entscheidet“, erklärt Anja Oppermann. Wer nah an den Multifunktionsgehäusen wohnt, wird auf 100 Mbit Download und 40 Mbit Upload kommen. Mit zunehmender Entfernung sinkt die Geschwindigkeit auf wenigstens 25 Mbit Download.

Hier müssten die Telekommunikationsanbieter auch ansetzen, wenn ein von der Bundesregierung angestrebtes Ziel Realität werden soll, die ein Standardtempo von 50 Mbit plant. Dann müsse die Technik aus den Verteilerkästen (Umwandlung von Licht- in elektrische Signale) in jedes Haus wandern, was praktisch in allen Straßen mit Bauarbeiten verbunden wäre.

Jetzt steht zunächst die genannte Verbesserung an, die in mancher Jülicher Straße laut Telekom eine Verfünffachung der Geschwindigkeit darstellt. Von allein kommen die Kunden nicht in diesen Genuss. Sie müssen das Unternehmen beauftragen, das für Ende Oktober/Anfang November zu einer Infoveranstaltung einladen wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert