Damit Weiberdonnerstag nicht in einem Scherbenmeer endet...

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Die Stadtverwaltung erklärt die Jülicher Innenstadt zur glasfreien Zone. Symbolfoto: Colourbox

Jülich. Zu ihrer Jugendschutzveranstaltung auf dem Schlossplatz erwartet die Veranstalterin Stadt Jülich 2000 Jugendliche und junge Erwachsene. Erfahrungen vor dem Glasverbot ab 2010 in Jülich haben gezeigt, dass der Einsatz von Glasgetränkebehältern an solchen Tagen grundsätzlich mit Gefahren verbunden ist.

Wegen der hohen Besucheranzahl der Jugendschutzveranstaltung kam es vor 2010 zu vielen Scherben und teilweise zu Verletzungen der Besucher. Die Glasverbote der vergangenen Jahre haben sich bewährt. Es gab keine Schnittverletzungen und die Verunreinigungen insbesondere in der Kölnstraße in Jülich waren sehr gering.

Um diese positiven Effekte auch für die Veranstaltung in 2017 wieder zu erhalten, hat der Stadtrat den Erlass der „Ordnungsbehördlichen Verordnung für ein Verbot des Mitführens und des Verkaufs von Getränken in Glasbehältern in bestimmten Straßen/ Bereichen in der Stadt Jülich am Donnerstag, 23. Februar,“ einstimmig beschlossen.

Mit den Verboten soll sichergestellt werden, dass keine Glasbehälter in den Veranstaltungsbereich und auf die umliegenden Straßen und Plätze gelangen. Es dürfen somit keine Getränke in Glasflaschen mitgeführt werden, wenn diese in dem nachgenannten Geltungsbereich der Verordnung konsumiert werden sollen.

Kontrollstellen eingerichtet

Von dem generellen Mitführungsverbot/Verkaufsverbot von Glasgetränkebehältern ausgenommen sind Personen, die Glasbehälter offensichtlich und ausschließlich zum häuslichen Gebrauch mitführen. Damit besteht für Bewohner innerhalb des Verordnungsgebietes die Möglichkeit, Getränke in Glasflaschen nach Hause zu bringen.

Die Verordnung gilt für die Bereiche, die durch die nachfolgend aufgeführten Straßen begrenzt wird: Römerstraße, Große Rurstraße, Schützenstraße, Schirmerstraße, Düsseldorfer Straße, südlicher Zitadellengraben (von Düsseldorfer Straße bis Kurfürstenstraße), Kurfürstenstraße, Römerstraße. Inbegriffen sind auch die Bereiche Aachener Straße (ab Ellbachstraße), Düsseldorfer Straße und Propst-Bechte-Platz sowie der südliche Zitadellengraben (von Düsseldorfer Straße bis Kurfürstenstraße).

Kontrollstellen sind in der Nähe des Veranstaltungszeltes eingerichtet, an denen das Ordnungsamt und die Polizei die Besucher hinsichtlich eventueller Glasflaschen kontrollieren.

Daneben gibt es auch sogenannte mobile Überwachungskräfte, die die Verbote im gesamten Geltungsbereich der Verordnung überwachen. Wer gegen die Verordnung verstößt, handelt ordnungswidrig. Diese Ordnungswidrigkeit kann bei Fahrlässigkeit mit einer Geldbuße bis 500 Euro, bei Vorsatz sogar mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro geahndet werden. Getränke in Glasbehältern werden von den Überwachungskräften eingezogen und entsorgt.

Jugendschutzgesetz

Das Jugendschutzgesetz gilt auch an Karneval. Bier und Wein darf nur von Jugendlichen ab 16 Jahren getrunken werden. Ausnahmen sind Personen ab 14 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Branntweinhaltige Getränke, etwa Alcopops, alkoholische Mixgetränke, Gin, Rum, Jägermeister oder Wodka, dürfen nur von Personen ab 18 Jahren verzehrt werden. Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen in der Öffentlichkeit nur Personen ab 18 Jahre rauchen.

Verunreinigungen jeglicher Art wie das Wegwerfen von Plastik- oder Glasflaschen oder auch wildes Urinieren stellen ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro geahndet werden kann. Ordnungsamt und Polizei überwachen auch diese Verstöße vor Ort. Um das wilde Urinieren zu verhindern, steht ein Toilettenwagen vor dem Zelt zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung.

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