Jülich - „Damit Kultur weiter im Herzen der Stadt möglich ist”

„Damit Kultur weiter im Herzen der Stadt möglich ist”

Von: Volker Uerlings
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Die Repräsentanten von gut 2000 Vereinsmitgliedern in Jülich vor „ihrer Stadthalle”: Sie sind ohne Ausnahme gegen einen Mehrzweckbau am Schulzentrum. Foto: Uerlings

Jülich. „Diese Halle wollen wir nicht!” Die Aussage ist denkbar und erteilt dem geplanten Multifunktionsbau am Schulzentrum eine Absage. Am Donnerstag berieten Vertreter aller Vereine und Institutionen, die in der Stadthalle „zu Hause” sind, das weitere Vorgehen.

Jetzt gingen sie an die Öffentlichkeit. Die Allianz umfasst neben den Karnevalsgesellschaften Ulk, Rurblümchen, Rursternchen, den Festausschuss Kengerzoch und den Lazarus Strohmanus auch die Bühne ´80, den Theaterbeirat, die Jülicher Landfrauen, den TTC Indeland und die Rochus-Schützen. Sie sitzen mit im Boot - und am Tisch des Mieters im Obergeschoss, dem Tischtennisclub. Dessen Ehrenpräsident Arnold Beginn ist verschnupft: „Mit uns als Mieter hat noch keiner auch nur ein Wort gesprochen.”

Jörg Bücher (KG Ulk) ist gewählter Sprecher der Vereine. Er sagt: „Mitte 2009 habe ich erfahren, dass sich hier etwas tut. Ende Februar 2010 wurden wir eingeladen und mit fertigen Plänen konfrontiert. Es gab den Hinweis auf den 11. März, an dem der Ausschuss entscheidet. Wir haben gleich gesagt: So haut das nicht hin.”

Zu klein, zu weit weg, nicht oft genug nutzbar, unzureichend ausgestattet, da Beleuchtungs- und Beschallungsanlage fehlen - das sind die Gründe, mit denen die Vereine, die etwa 2000 Mitglieder repräsentierten, die Mehrzweckhalle ablehnen.

Und sie sorgen sich ums Zentrum. Die Vertreterin der Landfrauen erklärte das: Viele Teilnehmer des Kreis-Landfrauentages oder der Karnevalssitzung schätzten es sehr, nach den Veranstaltungen noch in den Restaurants und Lokalen in der City den Abend ausklingen zu lassen. Das bestätigten alle Anwesenden kopfnickend. Sie sagte: „Wenn man Jülich seiner Stadthalle beraubt, macht man die Innenstadt tot.” Und 60 Veranstaltungen jährlich sprächen eine deutliche Sprache: Die Einrichtung werde gebraucht.

Die Stadthalle mit ihrem Orchestergraben sei der einzige Ort in Jülich, an dem sich innovative Ideen verwirklichen ließen, erklärte ein Vertreter der Bühne ´80, die sich 2011 mit einem großen Ensemble zusammentun will.

„Wir appellieren, die frei werdenden Mittel in diese Halle hier zu investieren, damit Kultur weiter im Herzen der Stadt möglich ist”, erklärt Jörg Bücher abschließend. Natürlich gehöre das Thema auch schnellstens auf die Tagesordnung des Rates.

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