Comic-Lesung in der Schule: „Coolman” steht am Lehrerpult

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„Coolman” im Klassenzimmer:
„Coolman” im Klassenzimmer: Der Autor Rüdiger Bertram liest in den Realschulen Jülich und Aldenhoven

Jülich/Aldenhoven. Das war „echt cool” - die Lesung des Comucroman-Autors Rüdiger Bertram. Mit Bertram startet „Lesen (er)leben im Indeland” startete die dritte Auflage des „Leseförderprojekts” in der Realschule Jülich und in der Aldenhovener KätheKollwitz-Realschule.

Stellt euch einen Typen vor, der euch fast immer begleitet und euch Ratschläge einflüstert, die alle in Katastrophen enden. So einen Freund hat der Buchheld des Comic-Romans „Coolman”, der mittlerweile in fünf Bänden erschienen ist.

Mit erwartungsvollem Getuschel und neugierigem Blick kommen knapp 70 Fünftklässler der Realschule Jülich in den Raum, um einen echten Autor kennenzulernen und sich von ihm vorlesen zu lassen. In Aldenhoven las der Autor dann vor 70 Siebtklässlern in der Aula der Realschule.

Rüdiger Bertram stellte seine erdachten Figuren an einer Flippchart den Schülern und Schülerinnen vor. Heribert Schulmayer, Illustrator aller Coolman- Bücher, war zwar nicht bei der Lesung dabei, hatte aber zuvor Rüdiger Bertram seine Figuren auf großen Papierbögen mitgegeben.

Einen Comicroman vorzulesen, ist keine einfache Sache, doch Rüdiger Bertram gelang es schnell, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen und die Lacher an richtiger Stelle bewiesen die Aufmerksamkeit der Kids. Er las aus dem ersten Band drei verschiedene Kapitel mit lebhafter und variantenreicher Stimme vor und machte damit auf das Buch neugierig.

Im Anschluss an die Lesung stellten die Schüler und Schülerinnen viele Fragen direkt an den Autor. Die Lieblingsfragen waren:

„Woher kommen die Ideen?” „Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben?” „Wird man vom Bücherschreiben reich?” Rüdiger Bertram beatwortete alle Fragen. Einige waren beeindruckt, dass er schon immer Geschichten schreiben wollte und dass er richtig viel Spaß beim Schreiben hat. Vor allem, dass er es schafft so viele Seiten zu füllen. Ganz persönliche Gespräche entstanden beim Signieren der gekauften Bücher oder der Autogrammkarten.

„Für die Schüler war diese kostenfreie Lesung heute etwas Besonderes. Wir haben uns sehr darauf gefreut und es war auch eine schöne Belohnung am Ende des Schuljahreses”, dankte die Aldenhovener Lehrerin Susanne Barthel auch im Namen ihrer Kolleginnen dem Autor sowie der Projektinitiatorin Manuela Hantschel, einer Lese- und Literaturpädagogin von der Agentur „Leseteppich”.

Ihr Credo: „Vorlesen und Lesen ist der zentrale Bildungsimpuls und die Voraussetzung für den Bildungserfolg.” In Kooperation mit der Indeland GmbH und der finanziellen Beteiligung der Kommunen organisiert Hantschel die Lesungen in den sieben Indeland-Gemeinden wie 2010 und 2011. Ziel ist es, Kindern unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund die Möglichkeit zu geben, Lesen als Bereicherung zu erleben.

Deshalb ist die für die Schulen kostenfreie Autorenlesung das demokratischste Mittel der Leseförderung, berichtet die gelernte Grundschullehrerin Hantschel. Besonders wichtig sei, dass das Lesen als etwas Schönes erlebt werde. „Leseförderung ist Sprach- und Lebensförderung. Und diese funktioniert über die Faszination für Geschichten”, davon ist Hantschel überzeugt.

Dies gelang Rüdiger Bertram an beiden Schulen ganz schnell und nachhaltig, viele Kinder kauften sich das witzige Buch als Ferienlektüre und tauchen in die Geschichten dann selbst ab.
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