Comenius Projekt: Mädchengymnasium ganz international

Von: Kr.
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Beim Comenius Projekt wird Fremdheit überwunden, Freundschaft aufgebaut und der europäische Gedanke gestärkt. Foto: Król

Jülich. International geht es in diesen Tagen am Mädchengymnasium Jülich zu. Aus Finnland, Slowenien, England, Dänemark und der deutschen Stadt Marne sind junge Leute mit ihren Lehren angereist. Sie alle haben eines gemeinsam.

Seit dem Jahre 2008 sind sie im Comenius Projekt „Think for the Future” eingebunden, das von der EU gefördert wird. In diesem Rahmen pflegen sie eine rege Zusammenarbeit. Doch nicht im sprachlichen Bereich findet dieser Austausch statt, die Naturwissenschaften und ganz besonders die Ökologie stehen hier im Vordergrund.

So machen sich die Schüler und Schülerinnen an der Ekonomska in trggovska sola Brezice, der Stilling Skole in Skanderborg, der Lauttäkylä upper secondary school in Huittinnen, the Brunts School in Mansfield, dem Gymnasium Marne und am MGJ Gedanken zum Klimawandel, Energieerzeugung- und verbrauch, Ressourcenschutz und vielem mehr. Sie entwickeln Projekte im Bereich des Klimaschutzes und pflegen darüber den Austausch mit ihren Partnerschulen. Dazu zählen auch die gegenseitigen Besuche der teilnehmenden Schüler und Schülerinnen.

Am Mädchengymnasium sind 14 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 12 und 13 unter der Leitung ihrer Biologielehrerinnen Ute Batfalsky und Stefanie Philippen eingebunden. Sie sorgten für die Einsetzung von Ökoguards, die ein waches Auge auf umweltbewusstes Verhalten in den Klassen haben. Sie achten beispielsweise darauf, dass in den Klassen nicht stundenlang die Fenster offen stehen, während gleichzeitig die Heizung läuft oder auf eine vorschriftsmäßige Mülltrennung.

Darüber hinaus wurden in allen Klassen Raumtemperaturmesser installiert, um die Energiekosten zu reduzieren.

Der Startschuss für dieses Projekt bildete im vergangenen Jahr die Pflanzung einer Kaiserlinde auf dem Schulhof, die die Comenius-AG der Schule stiftete. Als nächstes hat man sich die Umgestaltung des Außengeländes, selbstverständlich nach ökologischen Gesichtspunkten zur Aufgabe gesetzt.

In der Vergangenheit besuchten Schülerinnen der Schule bereits Comenius-Treffen an den teilnehmenden Schulen im Ausland. Nun weilten 18 Schülerinnen und Schüler sowie zehn Lehrer als Gäste in Jülich. Mit einem gemeinsamen Frühstück begann ihre Arbeit, ehe Maria Bardenheuer, Direktorin des MGJ, die Gäste willkommen hieß. Sie erinnerte in ihrer Begrüßung daran, das das MGJ als Europaschule den Austausch ganz besonders pflegt. „Hier wird Fremdheit überwunden und Freundschaft aufgebaut. Der europäische Gedanke wird in vielen Bereichen gestärkt und für unsere Schülerinnen ist dies auch eine gute Vorbereitung auf den europäischen Arbeitsmarkt”, meinte sie.

Mit dem Europalied und einem Europa-Rap hieß die Schulgemeinschaft die Gäste willkommen. Gemeinsam gingen anschließend alle in ihre Klassen, um die einzelnen Projekte und bereits vorhandene Ergebnisse vorzustellen.

Am nächsten Tag besuchten die Schüler den Tagebau Hambach und das Kraftwerk Niederaußem, um sich vor Ort über die Energiegewinnung und die damit verbundene Problematik zu informieren. Dann aber hatten die Gastgeber eine ganz besondere Überraschung bereit. Ausgerechnet in der „fünften Jahreszeit” waren sie ins Rheinland gekommen und so sollten sie dann auch den rheinischen Karneval persönlich kennen lernen, ehe sie am Freitag wieder nach Hause zurück kehrten.
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