Collegium Musicum: Feierstunde für Elmar Achenbach

Von: Hilde Viehöfer-Emde
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Dr. Elisabeth Birckenstaedt vom Bundesverband Deutscher Liebhaberorchester übergab Ehrennadel und Urkunde an Prof. Dr.-Ing. Elmar Achenbach. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Mitglieder des Collegium Musicums bereiteten ihrem „Urgestein“ eine würdevolle und zugleich heitere Feierstunde. Anlass war die Verleihung der Ehrennadel des Bundesverbandes Deutscher Liebhaberorchester an Prof. Dr.-Ing Elmar Achenbach, der seit 50 Jahren Mitglied des Orchesters ist und seit 48 Jahren die Verantwortung des Vorsitzenden übernommen hat.

Dr. Jens-Uwe Grooß begrüßte neben den aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Orchesters viele Wegbegleiter des Geehrten, Vertreter der Stadt Jülich und Freunde zu der privaten Feierstunde an diesem besonderen Tag. Nach der Eröffnung des Programms durch ein Bläsersextett mit dem feierlichen „Chorale St. Antoni“ von Joseph Haydn sprach Dr. Paul Jörg Bauer.

Langjähriger Vorsitzender

In seiner Laudatio zeichnete der Geschäftsführer des Collegium Musicum das Bild des Menschen Elmar Achenbach, der neben seiner beruflichen Tätigkeit in seiner Freizeit in der Musik seinen Ausgleich findet. Jedoch nicht nur das Musizieren an Cello und Fagott ist seine Profession, sondern auch der Einsatz für das Collegium, dessen langjähriger Vorsitzender er ist.

1965 kam Elmar Achenbach als 29-Jähriger nach Jülich. Trotz seiner Tätigkeit an der damaligen KFA fand er Zeit für sein Hobby. Der Freizeitausgleich half ihm, den Kopf für seinen Beruf immer wieder freizuhaben. Im Orchester spielte er zunächst bei den Celli mit, später nahm er auch den Platz am Fagott ein. Seit 1967 ist er Vorsitzender des Orchesters, ein arbeitsintensives Amt, das er mit großem Einsatz wahrnimmt. Unvergessen für alle sind die Stunden des geselligen und fröhlichen Miteinanders.

Achenbach erlebte die Orchesterleitung von fünf Dirigenten. Mit besonderer Freude wurde die Anwesenheit des aktuellen Dirigenten Peter Sauerwein und des langjährigen Beraters Professor Wolfgang Trommer wahrgenommen.

Eine besondere Gabe des zu Ehrenden wurde von Dr. Jörg Bauer herausgestellt: Seine Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Dies gelinge ihm sowohl bei der Gewinnung neuer Mitglieder als auch bei der neuer Sponsoren. Die Kontinuität in der Leitung habe das Orchester starkgemacht und seinen wichtigen Platz in der Kulturszene der Stadt Jülich gefestigt.

Das beispiellose Engagement von Prof. Elmar Achenbach, seine Bescheidenheit, Zielstrebigkeit und Verlässlichkeit zeichneten ihn aus.

Die Ehrung und Auszeichnung mit Ehrennadel und Urkunde erfolgte durch Dr. Elisabeth Birckenstaedt, die Vorsitzende des Landesverbandes der Liebhaberorchester Nordrhein-Westfalen. In ihrer Ansprache hob sie die Bedeutung der Amateurorchester hervor und berichtete von den Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit zur eigenen, aber auch zur Freude anderer musizieren.

Die Verbindung von Elmar Achenbach zum Orchester bezeichnete sie als „Lebenspartnerschaft“, da der Begriff „Lebensabschnittsgefährte“ bei der Dauer von 50 Jahren nicht angemessen erscheine. Mit sichtlicher Rührung und Stolz nahm der Geehrte die „winzig kleine, aber bedeutungsvolle Ehrennadel“ aus den Händen von Dr. Elisabeth Birckenstaedt entgegen.

Mit ihm freuten sich seine Orchestermitstreiter, die der Feierstunde den musikalischen Rahmen gaben. Mit den Beiträgen des Bläsersextetts zur Eröffnung, „Eine kleine Lachmusik“ von Wolfgang Schröder machten die Musiker dem Geehrten und den Gästen besondere Freude.

Völlig in seinem Element war Elmar Achenbach, als er mit seinem Ehrengast Dr. Elisabeth Birckenstaedt das Celloquartett zum Sextett ergänzte und selbst zum Bogen greifen durfte.

Stimmige Feierstunde

Heiter waren auch seine Dankesworte an die Gäste und die Mitglieder des Collegium Musicum, die ihm diese stimmige Feierstunde ausgerichtet hatten. Da „Frau Merkel und Herr Gauck verhindert waren“, freue er sich besonders über die Bereitschaft von Paul (Dr. Bauer), die Aufgabe des Laudators zu übernehmen. Bei der Vorsitzenden des Landesverbandes bedankte er sich in launigen Worten und bemerkte positiv, „dass sie ihn trotz der 1,3 Millionen Musiktreibender dankenswerterweise erwähnt habe“.

Neben Dankesworten an alle Helfer betonte Elmar Achenbach die Bedeutung des Orchesters für die Mitglieder sowie für die Konzertbesucher in Jülich. 120 Aufführungen, 360 Werkeinstudierungen von 70 Komponisten, Einblicke in die Musikliteratur, intensive Beschäftigung mit Musik waren nur wenige Aspekte, die aufgeführt wurden.

Einziger Wermutstropfen für den Jubilar war nur die Erkenntnis, dass man älter wird. Aber sein Lebensmotto „der Weg ist das Ziel“ wird ihn sicherlich weiter auf seinen musikalischen Pfaden begleiten. Mit einem Empfang klang die Stunde der Ehrung eines großen Bürgers der Stadt Jülich aus.

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