Jülich - CO2-Ausstoß durchs Heizen in Jülich kompensieren

CO2-Ausstoß durchs Heizen in Jülich kompensieren

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Stadt und Stadtwerke stellen den gesamten Erdgasverbrauch der kommunalen und stadtwerkeeigenen Liegenschaften auf klimaneutrales Erdgas um (v.l.): Grit Köhler, SWJ-Vertriebsleiterin, Ulf Kamburg, SWJ-Geschäftsführer, Bürgermeister Axel Fuchs und Sebastian Ross, Jülichs Klimaschutzmanager. Foto: Gisa Stein

Jülich. Die Stadt Jülich und die Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) werden ab Januar den gesamten Erdgasverbrauch ihrer kommunalen und stadtwerkeeigenen Liegenschaften auf klimaneutrales Erdgas des Versorgers umstellen. Das teilten die Projektpartner nun mit.

Damit unterstützen Stadt und Stadtwerke die Klimaschutzbestrebungen in Jülich. „Ziel dieser Maßnahme ist es, die nicht vermeidbaren Treibhausgas-Emissionen unserer Liegenschaften zu kompensieren“, erläutert Bürgermeister Axel Fuchs das Vorgehen.

„In den städtischen Gebäuden heizen wir überwiegend mit Erdgas. Hierdurch entstehen jährlich etwa 2500 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Diese Emissionen werden zukünftig vollständig durch regionale Klimaschutzprojekte ausgeglichen“, ergänzt Sebastian Ross, Klimaschutzmanager im Rathaus. Zum Vergleich: im Durchschnitt erzeugt jeder Bundesbürger im Jahr 11 Tonnen CO2, davon 1,7 Tonnen durch Heizen.

Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen beträchtliche Mengen von Kohlendioxid. Diese Emissionen gleichen Stadt und SWJ über ein regionales, im sogenannten Voluntary Carbon Standard (VCS) zertifiziertes, Kompensationsprojekt aus. Dabei geht es um das Auffangen und die anschließende Verstromung von Grubengas (einem Methan-Luft-Gemisch). Dieses tritt kontinuierlich aus stillgelegten Steinkohlebergwerken in Nordrhein-Westfalen aus. Methan hat einen 21-fach höheren Treibhaus-Effekt als das bekannte CO2.

Bei der Verbrennung des Grubengases wird der Methan-Anteil weitgehend in CO2 umgewandelt und die Klimaschädlichkeit damit erheblich reduziert. Die Einspeisung des Stroms ins Netz sorgt darüber hinaus für eine zusätzliche Minderung weiterer Treibhausgas-Emissionen, da so Strom aus konventionellen Kraftwerken ersetzt wird. „Die Stadtwerke erwerben entsprechende CO2-Minderungszertifikate und stellen damit das Erdgas klimaneutral her“, erläutert Key-Account-Managerin Hiltrud Hanne.

Der Bürgermeister und der Stadtwerke-Geschäftsführer, Ulf Kamburg, sind sich sicher, dass das Projekt „Klimaneutrales Erdgas“ auch für weitere Jülicher Unternehmen interessant ist. „Wir beraten gern und sind bei der Umstellung behilflich“, betont der Stadtwerke-Chef. „Hier lässt sich aktiv viel für den Klimaschutz tun. Von jedem von uns.“ Stadtverwaltung und Stadtwerke wollen hier Vorreiter sein. Neben dieser Aktion engagieren sich beide Partner auch in gemeinsamen Projekten für Energie-Effizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien.

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