Christoph Buchal erhält Physik-Seniorprofessur

Von: dmd
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Seniorprofessur für Christoph Buchal: „Wem gehört die Zukunft“, fragte er anschließend. Foto: Mengel-Driefert

Jülich-Barmen. Physik ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Schon gar nicht in der Schule. Es sei denn, es gibt Lehrer, die mit Begeisterung Zusammenhänge erklären und vermitteln können. „Wer, wenn nicht Christoph Buchal ist besonders in der Lage, den Dialog des Wissenschaftlers mit jungen Menschen zu führen“, sagte Oberstudiendirektor Heinz Lingen, der für die Leitung des Science College Overbach verantwortlich ist.

Im Rahmen eines Festkolloquiums wurde Professor Dr. Christoph Buchal die Wilhelm und Else Heraeus-Seniorprofessur für innovative Ausbildungskonzepte im Fach Physik im Science College, Haus Overbach, verliehen. Mit der Einrichtung der Seniorprofessur will die Stiftung die Neukonzipierung der Studiengänge für das Lehramt an Schulen vorantreiben und vergibt Seniorprofessuren an Fachwissenschaftler aus der Physik, die sich aktiv für die Verbesserung der Lehrerausbildung einsetzen. Christoph Buchal ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich und Professor an der Universität zu Köln. Er schrieb Bücher, wie „Strom“, „Klima“ oder „Klima-Mensch-Energie“, die im Schulunterricht eingesetzt werden und komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge leicht verständlich darlegen.

Zudem habe er in Vorträgen und Schülersymposien ein Problembewusstsein für die Herausforderungen unserer Gesellschaft geschaffen. Im Rahmen der Seniorprofessur wird Buchal in der Schüler- und Lehrerausbildung aktiv bleiben und intensiv mit dem Science College im Haus Overbach, dem Forschungszentrum Jülich und der Universität zu Köln zusammenarbeiten.

Den Festvortrag unter dem Titel „Wem gehört die Zukunft?“ richtete sich Buchal an die jungen Hörer im Forum Science College. Ausgehend von der Vorstellung des „American Dreams“, einem Leben in Wohlstand erlangt durch Fleiß und Arbeit, das nach Buchal ganz Deutschland nach Überwindung der Nachkriegszeit erleben durfte, erklärte er die Entwicklungen und gesellschaftlichen Herausforderungen des letzten Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Er hob den technischen Wettstreit der Ost-Westmächte hervor, die friedliche Revolution und den Mauerfall. Derzeit seien wir in einem Prozess, in dem die Welt zusammenwachse, aber dennoch nicht gleichartig sei. Er sprach die weltweite Flüchtlingsproblematik an, verdeutlichte, dass Menschen ihr Leben riskieren, um nach Deutschland zu kommen. Der wirtschaftliche Erfolg im globalen Wettbewerb stärke die freiheitliche Demokratie, die wiederum den wissenschaftlich-technischen Fortschritt ermögliche. Es gebe vielfältige Chancen und viele Risiken, doch die Zukunft gehöre den Optimisten. Und eines sei nach wie vor besonders wichtig: „Bildung“. Abschließend zitierte Buchal Ordensgründer Louis Brisson: „Die Zukunft gehört denen, die sich mit Fleiß, Kenntnissen, Welt-Offenheit und Optimismus den Herausforderungen der Zukunft stellen.“

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