Chinesisch bis Lingala: Vielfalt beim Europafest am Mädchengymnasium

Von: ptj
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Beim Europafest des Mädchengymnasiums werden auch Rosenkränze gebastelt. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Hundertfache Vielfalt haben wir hier zu bieten.“ Das betonte Maria Bardenheuer, Schulleiterin des Mädchengymnasiums Jülich (MGJ), zum Auftakt des von Schülerinnen, Eltern und Pädagogen mit Eifer gestalteten Europafestes. Damit versprach sie nicht zu viel: Rund 30 Schülerinnen der Klassen fünf bis 13, die nicht aus Deutschland kommen, präsentierten sich auf der Bühne im Pädagogischen Zentrum.

Auf Einladung von Schulsprecherin Maria Spelthahn begrüßten sie die Festgemeinde nacheinander in ihrer Muttersprache, häufig auch in Landestracht mit Landesflagge. Vertreten waren die Sprachen Albanisch, Chinesisch, Griechisch, Kurdisch, Serbisch, Rumänisch, Russisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Tamilisch, Türkisch, in der Bantu-Sprache Lingala und in der alten seminitschen Sprache Kildanisch.

Papst aus Polen

Passend zum Thementag Polen waren drei Polinnen zuletzt an der Reihe, gefolgt vom polnischen Vizekonsul Jakub Wawrzyniak, der sich „sehr stolz über dieses Weltfest“ zeigte und berühmte Polen benannte, allen voran Papst Johannes Paul II. „Ist es nicht beeindruckend, dass so viele Nationen friedvoll an einer Schule lernen?“, setzte Bardenheuer nach.

Das attraktive Begleitprogramm eröffnete die Polkagruppe „Dancing Stars“ des Jülicher Tanzsportclubs Schwarz-Gelb. Es folgten das „kleine Chor-Event“ unter dem Dirigat von Günter Jansen und der Orchester- und Instrumentalkreis, geleitet von Ernst Simons.

Musikalische Gäste waren die erst 14-jährige Sängerin Alina Sebastian, die „Hummis Big Band“ der Europaschule Erftgymnasium Bergheim, die Band der Realschule Jülich und die temperamentvolle Samba-Trommlergruppe Tambour Axe.

In den Schulklassen, im Foyer, in Turn-, Pausen- und Gymnastikhalle, auf dem Schulhof und im Schulgarten gab es ein reiches Angebot an Attraktionen: Vom Kettenkarussell über „Sing-Star“ und der Gestaltung von Stofftaschen bis hin zum Spieleparcours, Lebendkicker und Ponyfahrten. Ehemalige Schülerinnen trafen sich im eigens für sie aufgestellten Ehemaligenzelt und wurden auf Wunsch durch die Schule geführt.

Nicht fehlen durfte eine große Tombola. Eine Menge polnischer Impressionen zählten zum Angebot: Der laut Bardenheuer „wichtigste Vater“, Stefan Lubberich aus Titz, „kocht jedes Jahr internationales Essen“. Diesmal stand das polnische Nationalgericht „Bigos“ auf der Speisekarte, ein Eintopf mit Kohl, Schweine- und Putenfleisch.

Eintopf mit Kohl und Pilzen war die vegetarische Variante. Ferner gab es „Kotlet Schabowy und Kopytka und Grzyby duszone“, paniertes Schweinekotelett mit kleinen Kartoffelklößen und Wodka-Pilz-Soße oder Krakauer Würstchen. Im Biologieraum wurden diverse „Bagel“ angeboten, ein rundes, belegtes Hefegebäck. „Es wird weltweit als US-Gebäck verkauft, die jüdische Herkunft ist unbekannt“, hatten Schülerinnen herausgefunden.

Sein mittelhochdeutscher Name bedeute „Ring“, im Jiddischen sei seine Bedeutung „beugen“. Es gab ein „Polen-Quiz“ für verschiedene Altersstufen sowie für Eltern und Kinder und Malvorlagen zum Thema Polen.

Schutzengel und Rosenkränze

Erwähnenswert unter den kreativen Bastelangeboten der katholischen Mädchenschule ist die Herstellung von Schutzengeln und Rosenkranzarmbändchen. Denn auch heute noch identifizieren sich 95 Prozent der erwachsenen Polen mit dem Katholizismus. „Gute Laune trotz schlechten Wetters“ – so kann man das gelungene Europafest zusammenfassen.

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