Chinesen studieren das duale System

Von: Kr.
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Besuch aus China im Berufskoll
Besuch aus China im Berufskolleg: Eine Delegation aus der Region Nanhai Foshan, hier mit dem stellvertretenden Schulleiter Tilman Weid, informierte sich über die duale Ausbildung in Deutschland. Foto: Kròl

Jülich. Besuch aus China im Berufskolleg Jülich des Kreises Düren: Aus der Region Nanhai Foshan haben sich 20 Delegierte, darunter auch der Vize-Bürgermeister der Millionenstadt Foshan, Zhu Weixin, über die duale Berufsausbildung in Deutschland informiert. Dieses System ruht auf den beiden Säulen Betrieb und Schule.

Ein bis zwei Tage in der Woche drücken die Auszubildenden die Schulbank, in der übrigen Zeit erlernen sie in ihrem Betrieb die Praxis. Neben der Vertiefung dessen, was ihnen an handwerklichen Fähigkeiten vermittelt wird, stehen im Berufskolleg auch allgemeine Unterrichtsfächer auf dem Stundenplan wie Deutsch, Englisch, Politik und Religion. Rundum will die Schule, so der Anstruch, ihre Schüler bilden, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Tilman Weid.

Er hatte die Delegation, bei der Bihua Yang vom Euro-China Vermittlungsbüro als Dolmetscherin fungierte, herzlich begrüßt und eüber das deutsche Schulsystem und das Berufskolleginformiert. Neben einem Schulrundgang stand auch ein Besuch in der Kfz-Werkstatt an, wo die Besucher eine Unterrichtsstunde erlebten.

Zurzeit wird in der Stadt Foshan, die rund 7,1 Millionen Einwohner zählt, ein großes Audi-Werk errichtet. Mit dem chinesischen Partner FAW will die Volkswagen-Tochter rund drei Milliarden Euro in Produkte, Produktion und Vertrieb der Marke Audi investieren. In der Fabrik mit einer Fläche von 100 Hektar sollten ab 2013 rund 4000 Menschen eine neue Variante des Audi A3 produzieren.

In Foshan soll auch das duale Ausbildungsystem aufgebaut werden. Daher befanden sich in der Delegation in Jülich auch überwiegend Lehrer. Sie wollen allerdings das deutsche Ausbildungskonzept nicht kopieren, sondern es auf chinesische Bedürfnisse zurechtschneiden. So waren dann auch zum Abschluss des Besuchs noch Gespräche mit den deutschen Lehrerkollegen und den Schülern und Schülerinnen geplant. Neben dem Jülicher Berufskolleg besuchte die Delegation außerdem die RWTH Aachen, das Forschungszentrum und Ausbildungsbetriebe.
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