Barmen - Chemie-As aus Haus Overbach

Chemie-As aus Haus Overbach

Von: spl
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Er ist  ein Chmie-As: Florian
Er ist ein Chemie-As: Florian Berger beim Experimentieren in Overbach. Foto: Schule

Barmen. Forschen ist mehr als nur ein Beruf, Forschen ist für viele Wissenschaftler wohl auch so etwas wie eine Berufung. Seine Leidenschaft für Chemie hat auch der Overbacher Schüler Florian Berger schon im frühen Kindesalter entdeckt.

Ein bisschen hat das junge Talent sein Interesse wahrscheinlich von seinem Vater geerbt, der Chemiker ist und seinem Sohn schon früh Experimente und Phänomene aus der Chemie näher bringen konnte. Heute - mit gerade einmal 18 Jahren - hat er bereits zahlreiche Preise und Medaillen für sein Können gewonnen.

Seine letzte und wohl wichtigste ist die Goldmedaille, die er bei der internationalen Chemie-Olympiade in diesem Jahr für Deutschland erringen konnte. Hunderte Schüler bewerben sich jedes Jahr für den Wettbewerb.

Nach mehreren Auswahlrunden, bei denen nicht nur anspruchsvolle Experimente, sondern ebenso komplizierte Klausuren zu bewältigen waren, stand der Abiturient als einer von vier Vertretern für Deutschland beim internationalen Wettbewerb, der im Juli in Ankara stattfand, fest. Bereits 2009 und 2010 hatte der Schüler an der Chemie-Olympiade in Cambridge beziehungsweise Tokio teilgenommen und die Silbermedaille gewonnen.

Vorlesungen mit Klausur

Dass es nun die Goldmedaille wurde, kommt nicht von ungefähr, hat der Nachwuchswissenschaftler in spe doch bereits in einem Frühstudium für Schüler an der Universität zu Köln mehrere Chemievorlesungen gehört und die Klausuren mitgeschrieben. Die dort erbrachten Leistungen können ihm auf ein späteres Chemiestudium an der Kölner Universität angerechnet werden.

Uni und Schule unter einen Hut zu kriegen, sei dabei nicht immer einfach gewesen, wie der Schüler berichtet. In Overbach erhält Florian Berger, der eigentlich aus Leverkusen kommt und erst seit rund einem Jahr das Gymnasium in Barmen besucht, aber die Möglichkeit, einen Tag in der Woche Vorlesungen in Köln zu besuchen.

Und diese Unterstützung der Schule nutzt der Schüler gerne. Theorie- und praxiserprobt reiste er im Sommer in die Türkei, um sich dort den hochkomplizierten Klausuraufgaben zu stellen, die nicht nur einen Teil der Chemie abdeckten, sondern sowohl die anorganische als auch die organische und physikalische Chemie.

Von einem Höhenflug kann bei dem sehr bescheidenen Talent aber nicht die Rede sein. Er beschäftige sich eben einfach gerne mit verschiedenen Problemstellungen. Am Wettbewerb gefiel dem Schüler dabei aber nicht nur die fachliche Herausforderung. Vielmehr hatte er auch Spaß bei gemeinsamen Aktivitäten mit den anderen Teilnehmern. „Wir hatten während der Wettbewerbszeit ja auch Freizeit, in der wir an Exkursionen teilgenommen haben oder gemeinsam etwas unternommen haben,” berichtet der Schüler.

Nach seinem Abitur möchte er seinen Weg als Naturwissenschaftler einschlagen und in Köln Chemie studieren.
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