CDU will kleineren Brückenkopf-Zoo

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Jülich. Vor der Senioren-Union hat der Jülicher CDU-Vorsitzende Elmar Fuchs die Stärken und Schwächen der Jülicher Politik analysiert und Perspektiven für die Stadt entwickelt.

Recht deutlich ging er dabei nicht nur mit der Verwaltung ins Gericht, sondern auch mit dem Rat und der eigenen Partei. Die Wirtschaftsförderung sei unzureichend, dass Jülich zur Zeit keine Gewerbeflächen anbieten könne, sei ein schwerer Fehler, dass sich die Verwaltung zu wenig um die Betriebe der Stadt und die großen Steuerzahler kümmere, sei ein Skandal. Unternehmen müssten gepflegt werden.

Auch mit dem Kreistag ging Elmar Fuchs ins Gericht und kritisierte die Resolution des Kreistages gegen Castortransporte ohne Abstimmung mit Jülich als falsch und populistisch. Dies gelte natürlich auch für die Unterschriftensammlung der SPD. Man müsse sich vor die Mitarbeiter des Forschungszentrums stellen und dadurch den Standort Jülich stärken, forderte er vielmehr.

Der CDU-Fraktion im Stadtrat bescheinigte er, dass hier einige richtige Weichen für die Zukunft gestellt wurden. Entscheidende Aufgabe sei es, den Wirtschaftsstandort Jülich zu stärken, um in Konkurrenz mit anderen Städten mithalten zu können. Dazu gehöre das personell ordentlich ausgestattete Stadtmarketing in der Verwaltung. Auch sei es richtig, die Stelle Kultur nach einem Antrag der CDU dem Stadtmarketing zuzuordnen. Wirtschaftsförderung und Kultur gehören zusammen und ergänzen einander, lautete sein Credo.

Technologie-Unternehmen

Dass jetzt ein Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe entstehen solle, sei höchste Zeit. Nur hier bestünden Entwicklungschancen im gewerblichen Bereich, wobei besonders Betriebe aus dem Technologie-Sektor wünschenswert seien.

Dass sich die CDU bemühe, zusammen mit der Woge eine Stadthalle im Stadtgebiet zu erhalten, sei richtig. Ebenso gut sei es, wenn, wie in Kürze zu erwarten ist, der Kaiserhof mit dem neuen Eigentümer und Investitionen eine Aufwertung erfahre.

Erdmännchen

Als positiv für Stadt und Brückenkopf-Park sieht er die Investitionen in das Gästehaus. Beim Zoo sieht Fuchs die Notwendigkeit einer Attraktivitätssteigerung des Tierbestandes. Der Zoo mit seinen relativ hohen Personalkosten solle lieber kleiner werden, aber dabei zugleich attraktiver für Kinder und Familien werden, durch Veränderungen im Tierbestand. Als Beispiel nannte er Erdmännchen Es habe sich schon vieles zum Besseren geändert, es dauere aber alles viel zu lange. Deswegen müsste der Rat den Bürgermeister und die Verwaltung verstärkt fordern.

Er werde sich in der CDU dafür einsetzen, dass jüngere Leute für die politische Arbeit gewonnen werden und Verantwortung im Rat und Kreistag übernehmen. Von den Kreistagsabgeordneten erwartet er ein stärkeres Eintreten für die Belange der Stadt Jülich.

Es ist im Interesse der Stadt Jülich, die jetzt von der CDU initiierten regelmäßigen Kontakte zu den Nordkreiskommunen fortzusetzen, um zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Fuchs will sich vermehrt in öffentlichen Veranstaltungen der CDU mit Zukunftsfragen beschäftigen: Thema könnte zum Beispiel sein: Was ist und will die Indeland GmbH ?

Im Hinblick auf den laufenden Landtagswahlkampf äußert sich Fuchs sehr zufrieden damit, dass der Nordkreis mit Josef Wirtz einen CDU-Kandidaten habe, der in den letzten Jahren durch unermüdlichen Fleiß, große Zuverlässigkeit und Einsatz das Vertrauen vieler Bürger gewonnen habe. Ihn gelte es mit voller Kraft zu unterstützen. Das Wahlziel der Landes-CDU formulierte Fuchs eher bescheiden: Es gelte, die stärkste politische Kraft im Landtag zu werden, damit gegen und ohne die CDU keine Regierung gebildet werden könne.

Wahlappell

Wolfgang Gunia, Vorsitzender der Jülicher Senioren-Union, rief die Senioren eindringlich auf, zur Wahl zu gehen und im Freundeskreis für eine Wahlteilnahme zu werben. Die Vergangenheit habe immer wieder gezeigt, dass die CDU ohne Mehrheit bei den Älteren keine Wahlen gewinnen könne.
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