Lich-Steinstraß - CDU-Stadtverband Jülich behält Ortsteile im Auge

CDU-Stadtverband Jülich behält Ortsteile im Auge

Von: ptj
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Nachdenkliche Gesichter am Vorstandstisch des CDU-Stadtverbandes: (v.l.) Fraktionsvorsitzender Peter Capellmann, Vize-Vorsitzender Erich Gussen, MdL Dr. Patricia Peill und Vorsitzender Frank Radermacher. Foto: Jagodzinska
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Langjährige Mitglieder geehrt: (v.l.) Goldjubilar Friedhelm Schulten, Jan Schayen, Peter Capellmann, Goldjubilar Rudolf Janknecht, Silberjubilar Dr. Helmut Schumacher, MdL Dr. Patricia Peill, Vize-Vorsitzender Erich Gussen und Vorsitzender Frank Radermacher. Foto: Jagodzinska

Lich-Steinstraß. Rege und themenbezogen diskutiert wurde in der Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbandes in der Bürgerhalle Lich-Steinstraß mit knapp 50 Anwesenden. Ausgangspunkt waren zunächst die aus internen Haushaltsdiskussionen heraus entstandenen fünf Arbeitsgruppen zur Zukunft Jülichs, die bislang mit zwei bis drei Mitstreitern besetzt sind.

 „Wir müssen an den Bürger heran und ihn mitnehmen“, formulierte Vorsitzender Frank Radermacher den Hauptbeweggrund und fügte die Bündelung von Kompetenzen und die „konsequente und dauerhafte Vorbereitung auf Wahlen“ hinzu. Kurzum gelte es, „generationsübergreifend viel näher am Puls der Zeit zu sein“.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte er zuvor „das Leben in einzelnen Ortsverbänden“ erwähnt, das hauptsächlich von „opferbereiten treuen Geistern“ geprägt sei. „Nein, ich will nicht die Musikschule schließen und ich will keine Ortsverbände auflösen“, betonte er. Vielmehr gehe es darum „neues Leben in manche Ortsverbände zu bringen“.

Zum Thema freiwillige Leistungen führte er beispielhaft den Sparwillen der Stadtbücherei an, „die selbst erkannt hat, wo sie mit modernen Medien einsparen kann“. Diesen Faden will der Vorstand nun auch in Bezug auf andere „kulturell weiche Faktoren“ wie Sportplätze oder Musikschule aufgreifen. Im Rahmen des vom Rat beschlossenen Integrierten Handlungskonzeptes hob Radermacher die Möglichkeiten hervor, ein neues Hallenbad zu bauen, für einen vollwertigen Ersatz der Stadthalle zu sorgen oder das Problemthema Marktplatz zu lösen. Natürlich sollten „die Ortsteile nicht auf der Strecke bleiben“.

Zurück zu den fünf Arbeitsgruppen, die sich mit politischen Leitbeschlüssen zu folgenden Themenfeldern befassen: Frank Radermacher selbst ist Ansprechpartner der AG Bildung, Schullandschaft und Vereine in Jülich. Jens Hövelmann ist Kontaktperson für die AG Kultur, Tourismus und Stadtmarketing. Erich Gussen steht für die AG Liegenschaften und Bauwesen bereit.

Gleich zwei Ansprechpartner gibt es für die AG Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV), nämlich Kai Souschek aus der Jungen Union und Joseph Krott, und zwei Kontaktpersonen für die AG Tochtergesellschaften (der SEG) und Feuerwehr, nämlich Dr. Felix Brandt und Helmut Lohn. „Bitte engagiert euch, ich freue mich. Man kann auch in zwei AGs mitmachen“, motivierte Radermacher. In welcher Regelmäßigkeit die Treffen erfolgen sollen, will der Vorsitzende den einzelnen Arbeitsgruppen überlassen: „Optimistisch betrachtet einmal im Monat und zwischendurch die selbst gestellten Aufgaben erledigen“, sagte er auf Anfrage.

Weiteren Anlass zur Diskussion gab der Vortrag von Patricia Peill. Nach einem sehr persönlichen Einblick in ihr Mandat im Landtag bei der Jahreshauptversammlung im Dezember arbeitete sie nun die „Herausforderungen unserer Region“ einzeln ab, für die sie sich seit neun Monaten im Landtag engagiert. „Wir waren das letzte Bundesland in ganz vielen Themen. Das hat sich jetzt geändert“, betonte Peill, die „Jülich als großes Stück Heimat“ bezeichnete und die „sehr gute Teamarbeit mit den Landtagskollegen auf allen Ebenen“ herausstellte.

„Alle zusammen sind wir mit den neuen Koalitionsverträgen eine gute Stimme für unsere Leuchtturmprojekte in Berlin“, unterstrich sie abschließend als „wichtigsten Punkt“. Nicht zuletzt verwies Peill auf ihre immer „sehr gut besuchte Bürgersprechstunde“ und lud dazu ein, bei 16 bis 20-Jährigen um die Teilnahme am Jugendparlament im Landtag im Juni zu werben.

Kontrovers diskutierte die Versammlung die „Verhunzung des Schlossplatzes durch Beachvolleyball“, der doch gut im Brückenkopf-Park angesiedelt wäre. Nicht einig waren sich die Mitglieder zudem, ob „100 000 Euro für die Schlossplatzsanierung“ nicht überzogen seien angesichts der Tatsache, dass „anderswo freiwillige Leistungen gestrichen werden“. Beschlossen wurde, das Thema mit in die Fraktion zu nehmen und mit Bürgermeister Axel Fuchs zu besprechen.

Weiterer Gesprächsbedarf fand sich zudem zu den AGs ÖPNV und Bauwesen. Joseph Krott verwies hartnäckig auf die Notwendigkeit des Lückenschlusses Linnich-Baal und Josef Wirtz sprach sich mit Nachdruck für „schnell(er) vermarktete Grundstücke zur Akquirierung von Einwohnern“ und gegen die Verlosung von Grundstücken aus. Nicht zuletzt richteten sich auch die Landeszuweisungen nach der Einwohnerzahl.

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