CDU erkundet den Jülicher Süden

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Jülich. Zu einer Radtour fanden sich bei idealem Herbstwetter und strahlendem Sonnenschein über 20 Radfahrerrinnen und Radfahrer ein, die der Einladung des Ortsverbandes CDU Jülich-Süd folgten. Treffpunkt war die Vogelsang Straße, wo die Vorsitzende, Hilde Viehöfer-Emde, die Teilnehmer begrüßte.

Dann übernahm Kurt Kelzenberg, der in Jülichs Süden aufwuchs und geschichtlich sehr interessiert und bestens informiert ist, die Führung der Fahrt.

Sie führte zunächst zu Gut Lorsbeck, an dessen Glanzzeiten als Gutshof nur noch der Torturm mit seiner schön geschweiften Haube erinnert. Hügel Lorsbeck und Kartäuser Wald sind geschichtsträchtige Orte, die bei Grabungen vieles über die Vergangenheit und die Lebensumstände der Menschen aus alten Zeiten erzählen können.

Von der jüngeren Vergangenheit Deutschlands erzählt die Gedenkstätte Iktebach, die Mahnmal ist und an das Arbeitslager „Lager Iktebach“ des Zweiten Weltkrieges erinnert. Mehrere hundert Zwangsarbeiter starben in diesem Lager, das bei einem Bombenangriff völlig zerstört wurde.

Wichtig für Jülich war seit 1913 das Eisenbahnausbesserungswerk, in dem bis zu 3000 Menschen Arbeit fanden. Hier wurden Lokomotiven und Waggons repariert. Dieses Werk ist noch heute ein bemerkenswertes Bauwerk. Die zweischiffige Lokomotivhalle ist 18 Meter hoch und die Kesselschmiede über 150 Meter lang.

1964 schloss die Bundesbahn das Werk. Heute befinden sich in den Gebäuden Warenlager und Ausbildungszentrum des Forschungszentrums Jülich und ein Mechatronik-Zentrum der Bundeswehr, das für die Reparatur von Bundeswehrfahrzeugen zuständig ist. Weiter führte die Fahrt nach Daubenrath wo besonders die 1885 erbaute Kapelle, die der „Muttergottes von der immerwährenden Hilfe“ gewidmet ist, Beachtung fand.

Wahrzeichen in Selgersdorf ist die Saalkirche, die 1912-1913 erbaut wurde und im Krieg 1944 fast völlig zerstört wurde. Bis 1956 wurde sie von den Dorfbewohnern wieder errichtet. Beachtenswert ist die farbige, figürliche Gestaltung der Glasfenster.

Mit Altenburg hatte die Fahrradgruppe ihr Ziel erreicht. Dort zeugt ein grüner Hügel, die „Motte“, eine Turmhügelburg, von einer alten Anlage, die den Grafen von Jülich zugesprochen wird und die um 1278 zerstört wurde.

Als Abschluss der Exkursion kehrten die Teilnehmer in die Hubertuskapelle beim Dorffest ein und stärkten sich bei den freundlichen Gastgebern mit Kaffee und Kuchen, Köstlichkeiten vom Grill und kühlen Getränken. Alle Teilnehmer waren begeistert und bedankten sich bei den Organisatoren für die gelungene Veranstaltung.

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