CDU Aldenhoven nominiert Claßen als Bürgermeisterkandidaten

Von: gre
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In den Startlöchern für den Kampf um die Macht im Aldenhovener Rathaus: In der Bildmitte der Siersdorfer Ralf Claßen, der CDU-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters, der im September gewählt wird. Foto: Greven

Niedermerz. Wenn es um Personalfragen geht, sind die Parteimitglieder zur Stelle. Das war am Dienstagabend so auf der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Aldenhoven im „Haus des Dorfes“ in Niedermerz. Schließlich mussten an diesem Abend die Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai zur Wahl bestimmt werden. Und auch der CDU-Kandidat für den Posten des Bürgermeisters sollte nominiert werden.

Als Gäste begrüßte der Gemeindeverbandsvorsitzende Leo Neulen den Landtagsabgeordneten Josef Wirtz sowie den Kreisgeschäftsführer Bernd Ramakers, dessen Aufgabe es war, „pingelig“ darauf zu achten, dass die einzelnen Wahlgänge gesetzeskonform vollzogen wurden.

Zuvor hielt Leo Neulen einen kurzen Rückblick auf die Arbeit in Partei und Fraktion, griff die Bildung der Jungen Union heraus und die rührige Arbeit der Frauenunion unter Ulrike Schwarz. Er erinnerte daran, wie sich nach der letzten Kommunalwahl eine Koalition aus SPD, FWG und FDP als „neue Mehrheit“ etabliert habe und was sich im Laufe der Legislaturperiode daraus entwickelt habe.

Schließlich zog er es vor, „nach vorne zu blicken“. Man sei mit vielen Ideen unterwegs und blicke zuversichtlich in die Zukunft. „Die CDU hat große Chancen, die Mehrheitsverhältnisse im Rathaus zu verändern“.

Bürgermeisterkandidat Ralf Claßen stellte sich den Mitgliedern vor. Der 49-jährige Dipl.-Verwaltungswirt aus Siersdorf hat sich schon intensiv mit seinem angestrebten Aufgabenbereich auseinandergesetzt und entwickelte konkrete Vorstellungen, wie er das Aldenhovener Schiff wieder flott machen kann. „Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen“, zitierte er den Philosophen Aristoteles.

Er erinnerte an die hohe Pro-Kopf-Verschuldung, die nahe bei Nideggen liege und den Sparkommissar herausfordere, wenn der Rat nicht reagiere, wie es die „Neue Mehrheit“ praktiziert habe. Der dynamische Kandidat stellte eine Palette von Ideen vor, wie er es gemeinsam mit Rat und Verwaltung erreichen will, „dass sich Aldenhoven nicht weiter unter Wert verkauft“.

„Wir brauchen eine gewisse Nachhaltigkeit“. Um die zu erreichen, möchte er die Bürger um aktive Mitarbeit bitten. Claßen will mit konkreten Maßnahmen der Jugend und den Senioren das Gefühl vermitteln, nicht an den Rand gedrückt zu werden. Er hat die Idee, die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und jungen Familien zu forcieren. Er will ferner einen Industrie-Stammtisch ins Leben rufen.

„Es darf nicht wieder passieren, dass wir einen Markt wie den Baustoffhändler Toom verlieren, was vermeidbar war.“ Deshalb sein Plan, Wirtschaftsförderung zu machen, „die diesen Namen verdient“. Er setzt weiter auf interkommunale Zusammenarbeit und auf Kooperation mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat.

Langanhaltender Beifall und ein Wahlergebnis von 93,8 Prozent waren der Lohn für seine Antrittsrede und das Programm.

Der Landtagsabgeordnete Wirtz nahm die Landespolitik „aufs Korn“, vor allem die „Achillesferse“ Finanzpolitik mit den steigenden Schulden trotz höherer Steuereinnahmen („So hoch wie nie in der Geschichte des Landes“). Es sei schlimm, dass nach dem geänderten Gemeindefinanzierungsgesetz der ländliche Raum so schlecht wegkomme.

Kritik übte Wirtz auch an das „grün gelenkte“ Umweltministerium, welches landesweite Luftreinhaltepläne von allen Kommunen verlange, obwohl diese von den Industriebetrieben aufgestellt seien und vorlägen. „NRW wird genauso unter Wert regiert wie Aldenhoven.“

Der noch amtierende Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen, der künftig im Rat nicht mehr zur Verfügung stehen wird, kündigte an, dass sich der Rat in seiner nächsten Sitzung mit der baulichen Weiterentwicklung der Gemeinde befassen werde, die in Richtung Erweiterung der Niedermerzer Straße gehe. Hier gehe man von der Erschließung eines neuen Baugebietes unweit des Zentrums aus. Paffen erinnerte auch an den „Fall Toom“. Der gut florierende Baumarkt habe eine Erweiterung am Ort beabsichtigt, dem sei aber seitens der Verwaltung keine Unterstützung gewährt worden.

Abschließend bat Leo Neulen, die Parteifreunde, bei den anstehenden Wahlen die Kandidaten der CDU nach Kräften zu unterstützen.

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