CDU Aldenhoven blickt auf schwieriges Jahr

Von: gre
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Ganz Ohr waren die vielen Zuhörer beim Ausblick des Gemeindeverbandsvorsitzenden und Bürgermeisters Ralf Claßen auf das Jahr 2016. Foto Greven Foto: Greven

Dürboslar. Aus dem Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes früherer Zeiten ist ein „Dreikönigstreffen“ geworden. Überraschend gut war der Besuch an diesem Mittwochabend in der Gaststätte Köbgens. Die Verlegung war dem frühen Beginn der Karnevalssession geschuldet.

Einen umfassenden Rückblick auf das schwierige Jahr 2015 hielt Fraktionsvorsitzender Georg Krapp. Schwierig deshalb, weil man zunächst den plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden Leo Neulen zu verkraften hatte. Schwierig aber auch, weil die umfangreiche Ratsarbeit mit neun Rats-, acht Ausschusssitzungen und noch mehr Besprechungen recht umfangreich war.

Hauptthema war der Haushalt. Hierfür galt die von allen Ratsmitgliedern mitgetragene Prämisse: Haushaltsausgleich. Detailliert hatte man sich interfraktionell mit jeder Haushaltsstelle befasst und Einigkeit erzielt, auch in der Erhöhung der Grundsteuer B, die letztlich wegen der deftigen Erhöhung der Kreisumlage nicht zu umgehen war. Aldenhoven müsse das „Tal der Tränen“ durchschreiten. „Andere Kommunen haben das noch vor sich“, so Georg Krapp.

Wichtige Entscheidungen seien im letzten Jahr getroffen worden. Für das große Baugebiet an der Niedermerzer Straße seien „erste Pflöcke“ gesteckt worden. Die Bebauung der Frauenrather Straße stehe auf soliden Füßen bei nur minimaler Belastung des Gemeindehaushaltes. Hierzu habe nicht zuletzt die Neuordnung der Geschäftsführung der WOGA beigetragen.

Flüchtlingssituation

Die Flüchtlingsproblematik habe die Gemeinde stark belastet. So sehr die Arbeit des Flüchtlingskreises und der vielen ehrenamtlichen Helfer zu würdigen sei, auch die Mitarbeiter der Verwaltung seien bis an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen. Man könne von Glück sagen, dass das Thema in der Bevölkerung positiv aufgenommen werde. Bürgermeister Ralf Claßen ergänzte hierzu, dass man die Flüchtlinge, zurzeit sind es 266, alle auf dem freien Wohnungsmarkt unterbringen konnte.

Krapp und auch Claßen hoben die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Ratsfraktionen hervor, bis es in der letzten Ratssitzung bei der Beschlussfassung über den Haushalt 2016 zu einem Eklat kam, als die SPD-Fraktion trotz vorheriger Zustimmung den Haushalt nicht mittrug.

Knackpunkt war die Erhöhung der Hallenbenutzungsgebühr von bisher 3 auf 5 Euro. Krapp sprach von einem Vertrauensverlust. In seinem Ausblick auf 2016 erwartet Claßen ein „spannendes Jahr“, indem er sich im Interesse der Gemeinde darum bemühen werde, den alten Konsens innerhalb aller Fraktionen wiederherzustellen, auch um die bisherige gute Außendarstellung der Gemeinde nicht zu gefährden.

Meinungsführer im Rat

Dieses gute Image sei ein wesentlicher Standortvorteil für Aldenhoven, ebenso wie die Verbesserung der Aldenhovener Kulturlandschaft. Gut angekommen seien auch die Bemühungen um die Bedürfnisse von Handel, Handwerk und Wirtschaft.

So sei man auch bemüht, die Gemeinde familien-, jugend- und seniorenfreundlicher zu gestalten. Hierfür brachte Claßen einige Beispiele. Die CDU sei Meinungsführer im Rat. Man werde auch künftig nicht nur reagieren, sondern auch agieren. Hierzu warb er um Unterstützung der Mitglieder.

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