Linnich - „Carpe Diem“: Vom Walzerkönig zum Phantom der Oper

„Carpe Diem“: Vom Walzerkönig zum Phantom der Oper

Von: Kr
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Es war wieder ein sehr ansprechendes und abwechslungsreiches Konzert, das der Männergesangverein Linnich seinen zahlreichen Freunden präsentierte. Foto: Kròl

Linnich. Einen etwas ungewöhnlichen Titel hatte der Männergesangverein Linnich für sein diesjähriges Herbstkonzert ausgewählt. „Phantom und Walzerklang“ standen auf dem Programm, doch ein Blick ins Programmheft machte schnell deutlich, warum gerade diese Überschrift gewählt wurde.

Mit Walzerklängen von Strauß, Offenbach und Lehar eröffneten die 40 Sänger ihr Konzert in der Pfarrkirche St. Martinus in Linnich, nachdem ihr Vorsitzender Gerrit Meures die zahlreichen Zuhörer begrüßt hatte. Es waren mitreißende Lieder wie „Wiener Walzerklänge“, „Schöne Nacht, du Liebesnacht“ und ganz besonders „Das Studium der Weiber“, die der MGV gemeinsam mit seiner Dirigentin Maria Mironova ausgewählt hatten, mit denen sie ihre zahlreichen Freunde verwöhnten und dafür donnernden Applaus ernteten. Am Klavier wurde der Chor von Diana Jianu begleitet.

Im zweiten Teil des Konzertes wurde dem Phantom Rechnung getragen, denn für das Musical „Phantom der Oper“ hatten die Sänger sich entschieden. „Engel der Musik“, „Phantom“, „Denk an mich“ und „Lieder der Nacht“ hatten sie ausgewählt und trafen damit perfekt auch den Geschmack des Publikums.

Der Männergesangverein ist aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht wegzudenken, und auch bei diesem Herbstkonzert erfüllte er wieder alle Erwartungen. Doch nicht alleine traten die Männer vor ihr Publikum. Als Pendant zu ihren kraftvollen dunklen Stimmen hatten sie den Frauenchor „Carpe Diem“ aus Kelmis eingeladen. „So bunt und vielfältig wie wir selber sind, so ist auch die Auswahl unserer Lieder“, erklärte ihre Sprecherin. Gleichzeitig trugen sie der Tatsache Rechnung, dass in ihrer Region gleich mehrere Sprachen gesprochen werden.

„Carpe Diem“ begann mit dem Song von Roger Whittaker „Einfach Leben“ in Deutsch, wechselten ins Französische mit dem Chanson von Yannik Noah „Frontieres“, um dann ins Englische hinüber zu schwenken zu Sally DeFords „Safe in the loving arms“. Den ersten Part beendete der Frauenchor in seiner ureigenen Sprache „Kelemeser Blood“.

Im zweiten Teil des Programms spannten sie Sängerinnen den Bogen von Ch. Appelgat „Das ist unser Tag“ bis zu den „Höhnern“ und ihrem Song „Sen met mich“ und zum Abschluss dem Lied „Die Gedanken sind frei“.

Der Chor arbeitet unter der Leitung von Margot Bindels. Jennifer Theissen (Flöte) und Maria Mironova am Klavier rundeten das gut ausgewogenen und ansprechende Programm mit Instrumentaleinlagen aus „Cats“, „The sounds of Music“ und „Beauty and the Beast“ sehr gekonnt ab.

Mit einem gemeinsamen Lied „Ein schöner Tag“ endete dieses gelungene Konzert, in dessen Anschluss man sich im Martinus Zentrum traf.

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