„Campus Euregio” investiert in Fachkräfte von morgen

Von: hfs.
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Das alte Projektteam mit Leiterin Rosemarie David (6.v.l.) zog bei der Abschlussveranstaltung völlig zu Recht eine positive Bilanz. Dafür gab es eine Dankeschön von Dr. Ulrich Krafft (l.) und Staatssekretär Thomas Rachel (r.). Die wünschten dem neuen Team um Projektleiter Herbert Smolarski (5.v.l.) den gleichen Erfolg. Foto: hfs.

Jülich. Das Jobstarter-Projekt Itas gehört der Vergangenheit an. Nach zweijährigem Werben um zusätzliche Ausbildungsplätze in der Region zogen die Initiatoren eine äußerst positive Bilanz. An der muss sich nun „Campus Euregio” messen, das Nachfolge-Projekt, welches nahtlos ebenfalls junge Menschen in Ausbildungsplätze innovativer Branchen vermitteln soll.

Angesiedelt wurde Itas (Innovation, Transfer, Aktion, Synergie) in der Zentralen Berufsausbildung des Forschungszentrums in Zusammenarbeit mit dem Verein für europäische Sozialarbeit, Bildung und Erziehung. „Wir hatten damals im Mai 2007 ein hochgestecktes Ziel”, erinnerte Dr. Ulrich Krafft, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FZ, an den Start.

Denn man wollte, gefördert mit rund 300.000 Euro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, 60 Ausbildungsplätze zusätzlich in der Region schaffen. „Und mit passenden Jugendlichen besetzen”, so Rosemarie David als Projektleiterin. Die freute sich, dass das Ziel von 60 passgenauen Ausbildungsplätzen - darunter fällt zum Beispiel der Beruf des Fachinformatikers Systemintegration - nicht nur erreicht, sondern mit 70 Plätzen sogar überschritten wurde. „Insgesamt wurden, zum Teil über das Projekt hinaus, 102 Stellen eingeworben und davon 86 Stellen auch mit geeigneten Jugendlichen besetzt”, nannte Krafft beeindruckende Zahlen und dankte allen, die dazu beitrugen.

Dazu zählte nicht nur die Teamleitung von Itas mit Rosemarie David und Anne Heß, sondern auch die Betriebe, die sich dem Ausbildungspakt verschrieben. „Es wird notwendig sein, in Zukunft vermehrt für den eigenen Bedarf auszubilden”, machte der Parlamentarische Staatssekretär im BMF, Thomas Rachel deutlich. Der hatte zum Start den Bewilligungsbescheid des Berliner Ministeriums überbracht. Er dankte insbesondere dem FZJ, dass man erstmals über die eigene Azubi-Tätigkeit hinaus tätig wurde. „Sie haben Weichen gestellt. Ich hoffe, dass es Nachahmer gibt”, meinte Rachel, der herausstellte, dass in Deutschland in diesem Jahr 620.000 Ausbildungsplätze geschaffen wurden. Aber angesichts der „Altlasten” - rund 320000 junge Menschen suchen seit einigen Jahren noch eine geeignete Stelle - sei es notwendig, weiterhin Geld in den Ausbildungspakt zu investieren.

410.000 Euro vom Ministerium

Dass „sein” Ministerium dazu bereit sei, dies erlebte das Projekt„Campus Euregio” zu Beginn diesen Jahres. Ebenfalls ein Jobstarter-Initiative - diesmal angesiedelt in der Koslarer Firma Cytec, einem Spezialisten für Zylindertechnik - stellte das BMBF 410.000 Euro zur Verfügung.

„Wer heute seinen Fachkräftenachwuchs ausbildet, ist für die Zukunft gerüstet”, unterstrich Rachel, dankte Cytec für die Bereitschaft, auch zusätzlich noch Eigenmittel in gleicher Höhe einzubringen. Dass es zu Beginn der „Erstauflage” nicht einfach war, Betriebe zu motivieren, zusätzlichen Ausbildungsbedarf bereitzustellen, daran erinnerte David. „Aber nachdem wir das erste Jahr hinter uns hatten, lief es. Wir haben danach unsere Zielsetzung weit übertroffen”, wünschte sie den neuen Initiatoren viel Erfolg und versprach, „von den gemachten Erfahrungen das Positive in einen Erfahrungsaustausch mit einzubringen.”
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