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Café Cholera Karnevalsgesellschaft wird 30 Jahre alt

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Die Sitzungen der CCKG sind in jedem Jahr eine große, bunte Party. In diesem Jahr findet sie gleich zweimal statt. Foto: CCKG

Jülich. 30 Jahre ist zwar kein ausgesprochen karnevalistisches Jubiläum, aber die Café Cholera Karnevalsgesellschaft (CCKG) nutzt bekanntlich jeden Anlass, um zu feiern. „30 Jahre CCKG, Kuba gibt es 20 Jahre und mein Vize Axel (Fuchs/neuer Bürgermeister der Stadt Jülich) hat zunächst für fünf Jahre nen neuen Job… macht 55! Also Jubiläum“, rechnet Präsident Uwe Mock das Ganze in karnevalistische Bahnen.

„… und dä Dudekopp op unsrer Fahn hät en rude Pappnaas aan… - eigentlich hat Kasalla unseren Kopf weit über Köln hinaus bekanntgemacht! Naja, dafür haben die uns letztens eine Kiste Bier spendiert“, erklären die CCKGler die „Rechte“ an ihrem Wappen. Angefangen haben die Karnevalisten ihr Treiben seinerzeit im Jugendheim im Bonhoeffer Haus, dem damaligen Café Cholera, wo auch die erste Sitzung stattfand. Was ursprünglich ein einmaliger Spaß sein sollte, ist inzwischen zu einer der spektakulärsten und außergewöhnlichsten Karnevalsveranstaltungen im Rheinland geworden.

Damals gab es nur einen Trompeter als Band, der hier und da einen Tusch einstreute, einige wenige Auftritte und Musik aus der Konserve. Hier hielt u.a. Uwe Mock seine erste Büttenrede als Fußballfan. Auch Axel Fuchs, Fahrlehrer „Eber“ (Willi Hellenbrandt) und „Beckemeier“ von der damaligen „Haxenbraterei am Schwanenteich“ waren bereits in der CCKG-Bütt. „Die Reden haben wir vor einiger Zeit eingestellt, da die Sitzungen doch eher in einer Party-Atmosphäre ablaufen und da hat es ein Hobbyredner halt sehr schwer“, klären die Präsidenten auf. In den Jahren nach dem Auftakt in Bonhoeffer Haus wurde die Sitzung in der ehemaligen Pinte (heute Irish Pub) und im Musik-Café abgehalten, bevor es in den damals neu eröffneten Kulturbahnhof ging.

Viele vereinseigene Kräfte

Auch bei der CCKG-Sitzungskapelle „Les 6 Kölsch, ein Cola“ gibt es Feierpotenzial, denn die CCKG-Band feiert in diesem Jahr ihr 22-jähriges Bühnenjubiläum! Angeführt durch die Präsidenten Uwe Mock und Axel Fuchs, versteht es die Band nicht nur, klassische Karnevalsstücke in rockiger Art zu interpretieren, sondern auch verschiedene Klassiker aus Rock, Punk oder Schlager „karnevalsfähig“ zu machen.

Fast ausschließlich Eigengewächse bilden die Grundlage des Programms. Seit Beginn dabei ist „Fuss“ alias Frank Mürkens, der mit seinen Kumpanen als „Fuss & friends“ die Halle zum Toben bringt. Der Barde Bernd „Pflaumen-Flücken“ gehört mit seinen Gesängen bereits über die Vereinsgrenzen hinaus zum Jülicher Karneval. Hier werden nicht nur Rur, Schwanenteich oder Hexenturm gepriesen, auch die Lieder vom kleinen Ellbach, von Rievkooche und Pflaumenschnäpsen lassen die Jecken mitsingen und schunkeln. Zusammen mit Gitarrist Detlef Keil gewann Bernd als Duo „DEB“ im vergangenen Jahr den Regionalentscheid von „Loss mer singe“.

Diese Einsingtour durch Kölner Kneipen brachte Thomas Beyss erfolgreich in den Düren/Jülicher Raum. Herzstück der CCKG ist das eigene Fernsehballett. Mit fetzigen Rhythmen sowie viel Einfallsreichtum zwischen Euphorie und Wahnsinn bringen sie den Saal Jahr für Jahr in Ekstase. Auch die „Butlers“ werden ihr musikalisches Können wieder unter Beweis stellen. Sie bildeten sich aus den Bühnenbutlern, welche die Band und die Künstler auf der Bühne mit Getränken versorgt und das ist bei der Trunksitzung ein harter Job. Erster Bühnenbutler der Gesellschaft war in jungen Jahren Cornel Cremer, der heutige Geschäftsführer des Kulturbahnhofs. Angeführt von Hauptmann „Hacky Posaune“ tritt die CCKG-Garde auf. Sie setzt sich aus ehemaligen Dreigestirn-Mitgliedern mit ihrem Garde-Mariechen zusammen und stellt sich teilweise ihr Programm noch zusammen, während die Sitzung schon läuft.

Das diesjährige Dreigestirn wird angeführt von Prinz Faxe I. (Patrick Penners), ihm zur Seite stehen der Bauer Maik I. (Maik Bräker) und Jungfrau Denise I. (Dennis Alefeld).

Die CCKG-Trunksitzung am Karnevalssamstag ist Jahr für Jahr innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Doch im Jubiläumsjahr gibt’s nicht nur eine Sitzung! Für Freitag, 22. Januar, sind noch Karten erhältlich.

Großes Repertoire

„Musikalisch werden wir nicht 1:1 die gleichen Lieder spielen. Inzwischen haben wir ein so großes Repertoire, dass wir auf den zwei Sitzungen ein teilweise geändertes Set spielen werden“, sagt Mock. Auch im Programm werde variiert. Mit dem Herrenballett der KG Rurblümchen, der Garde der Herzogstädter und Solotänzerin Sarah Weihrauch (KG Maiblömche) werden hierbei Künstler von befreundeten Gesellschaften auf der einen oder anderen Sitzung zu sehen sein. Zu Beginn der 1. Sitzung ist ebenfalls das „CCKG-Radioballett“ am Start.

Hierbei handelt es sich um den Nachwuchs der inzwischen großen CCKG-Familie. Fehlen dürfen auch nicht die Tanzmariechen des Vereins! „Naja, vielleicht auch doch, das weiß man vorher nie so genau“, gibt Uwe Mock einen Vorgeschmack auf die Programme der beiden Sitzungen, bei der kein Künstler und keine Gruppe ohne Rakete die Bühne verlässt. Im Anschluss gibt es jeweils wieder eine ausgelassene After-Show-Party mit DJ Heiko.

Karten für die Sitzung am Freitag, 22. Januar um 20.11 Uhr (Einlass 19.11 Uhr) gibt es noch in der Buchhandlung Fischer, im Kiosk am Bahnhof und im KuBa-Büro.

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