„Café Cholera“ Karnevalsgesellschaft proklamiert ihr Dreigestirn

Von: Mira Otto
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Jungfrau Edith, Präsident Uwe Mock, Prinz Earlfi, der stellvertretende Präsident Axel Fuchs und Bauer Jannik (v.r.n.l.) feierten zusammen mit ihrer KG die Proklamation des Dreigestirns. Foto: Mira Otto

Jülich. Am Wochenende proklamierte die jecke „Café Cholera“ Karnevalsgesellschaft (CCKG) im Kulturbahnhof Jülich ihr Dreigestirn. Mit viel Programm, guter Laune und reichlich Besuch wurde die öffentliche Bekanntmachung des närrischen Trios gefeiert.

Dazu trugen auch die beiden Tanzgruppen der KG bei. In diesem Sinne zeigte zu Anfang der Veranstaltung die Jugendgruppe der KG, das „Radioballett“, ihr Können. „Dieses Jahr dreht sich der Tanz um das Motto Schule“, erklärte Trainerin Kerstin Mürckens die Performance.

So betrat der jüngste Tänzer der Gruppe, Vincent (10), zu Michael Jacksons „Thriller“ als Lehrer die Empore in der Halle des KuBa. Zu Pink Floyds „Another Brick In The Wall“ befreiten sich die übrigen fünf Tänzer, die die Schüler in dem Tanz darstellten, aus ihren schulischen Zwängen, zerrissen ihre Hemden und feierten auf der Bühne eine kleine Party.

Mehr war auch das zehnköpfige Fernsehballett der „Großen“ an diesem Abend zum Thema Mechaniker auf der Bühne zu sehen. Mit seiner Choreografie heizte es die in blauweiß gekleideten Zuschauer an.

Besonders lauter Jubel brach hierbei auf der Seite der Besucher aus, als die drei Männer der Gruppe als Frauen verkleidet in den Vordergrund traten und sich zur Musik bewegten.

Ein zwischenzeitliches „Präsidentenworkout“ des Präsidenten der CCKG, Uwe Mock, und seines Stellvertreters Axel Fuchs sowie der anwesenden Präsidenten der befreundeten KG’s, die aerobikähnliche Bewegungen eines Kneipenbesuchs nachstellten, sorgte für erheitertes Gelächter.

Auch das Tanztalent Sarah Weihrauch der KG „Maiblömche“ zeigte unter reichlich Applaus seine Tanzakrobatik.

Unverzichtbar war der Auftritt von Bernd Pflaumen-Flücken, der mit seiner Akustikgitarre seine selbst geschriebenen, heimatverbundenen Lieder wie „Am schönsten ist es in Jülich an der Rur“ oder „Riefkochebud“ die Jecken im Saal zum Schunkeln anregte.

Dann war es Zeit für das Highlight des Tages: Die Proklamation stand bevor. Unter dem gewollt völlig taktfreien Getrommel der Prinzengarde betraten Prinz Earlfi I. (René Graffi) Bauer Jannik I. (Jannik Hülsmann) und die charmante Jungfrau Edith I. (Eduard Schilke) ihr neues Refugium.

„Wir wollen zusammen mit den Jülicher Karnevalsgesellschaften die fünfte Jahreszeit feiern“, gab Edith I., in die Reihen der CCKG als Dreigestirns-Mitglied eingestiegen, als Sessionsvorgabe aus, und Prinz Earlfi ergänzte: „Wir setzen uns als Dreigestirn dafür ein, das Brauchtum zu erhalten. Aber in erster Linie wollen wir natürlich feiern.“

Nach der Vorstellung des Trios hielt der Hauptmann der Prinzengarde, Hacky Posaune, eine kurze Rede über ein karnevalistisches Jubiläum: „Wir, die Prinzengarde, werden dieses Jahr elf Jahre alt. Deswegen gönnen wir uns sogar zwei Tanzmariechen.“ Woraufhin Steffi und Stephan in asynchroner und gewollt lustiger Art und Weise über die Bühne hüpften.

Nach der Proklamation sorgte „Les 6 Kölsch 1 Cola“ für einen feierwütigen Ausklang, bei dem das erste Drittel der kubanischen Halle vor tanzbegeisterten Besuchern nur so wimmelte.

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