Busunfall in Jülich: Krisenplan hat funktioniert

Von: ahw
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Nach dem Busunfall an der Einmündung L14/B56 bei Koslar wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert. Foto: Horrig

Koslar. Nach der Aufregung um den Busunfall am Dienstag mit 17 leicht verletzten Grundschülern aus Koslar ist wieder Ruhe in der GGS Jülich-West eingekehrt. Von den betroffenen Schülern fehlten am Mittwoch zwar einzelne, doch die Schule hat die Aufarbeitung der Ausnahmesituation fortgesetzt.

„Wir haben versucht, in den Alltag zurückzukehren“, sagte Schulleiterin Birgit Schmidt auf Anfrage, „und einen geordneten Schulbetrieb nach Stundenplan durchgeführt“.

Dienstagfrüh hatte der Notruf einer begleitenden Lehrerin nach dem Unfall eine eingeübte Ablaufkette bei Krisensituationen in Gang gesetzt, die nicht allein Rettungsdienste und Polizei einschloss. Während die Schule zum Krisenzentrum avancierte, von dem aus Informationen an die Eltern betroffener Kinder gelangten, setzte die Leitstelle den Schulpsychologischen Dienst und Notfallseelsorger in Marsch, die sich um die Kinder kümmerten.

Schulleiterin Schmidt und ihre Konrektorin hatten die Idee, die unverletzten Mädchen und Jungen zurück nach Koslar zu holen, um sie nicht unnötig lange der Unfallsituation auszusetzen. So formierte sich klassenweise der von der Polizei eskortierte Kinderzug nach Koslar.

Dort wurden mit Spiel und Entspannung Ängste bekämpft. Zudem arbeitete das Kommissariat Vorbeugung mit den Kindern auf, was ein Unfall ist. „Ich bin ein Fan von Sicherheitstrainings“, ist Birgit Schmidt gleichwohl froh, dass die erste Krisensituation überstanden ist.

Unterdessen war es Guido Machunske, dessen achtjähriger Sohn die vierte Klasse der GGS Jülich-West besucht und der ebenfalls zu den Unfallopfern gehörte, ein Bedürfnis, den Lehrpersonen und Rettungskräften Dankeschön zu sagen. „Das ist vorbildlich gelaufen“, lobte er das „professionelle Zusammenwirken“ von Pädagogen, Polizei und Rettungsdiensten.

So sei seine Gattin nicht nur von der Schule über den Unfall informiert worden, sondern habe auch einen Anruf aus dem Rettungswagen erhalten, der den Viertklässler nach Birkesdorf ins Krankenhaus brachte. Dort sei sein Sohn am Nachmittag entlassen worden, sagte Machunske. Er sei froh, dass die Nachsorge bei dem Unfall, wie man ihn sonst nur aus dem Fernsehen kennt, reibungslos wie bei einer Übung funktioniert hat.

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