Buntes Stadtfest: Das Wetter spielt mit

Von: ptj
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Schönes Wetter, viele Leute, gute Laune beim Stadtfest – Gelehnheit, die Seele baumlen zu lassen. Foto: Jagodzinska
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Ein wahrer Blickfang: der seltene BMW i8 auf dem Schlossplatz.

Jülich. Als die Reihe der Stadtfeste vor „jecken drei mal elf Jahren“ an den Start ging, hieß das Event noch „Wurst- und Weckmarkt“. Daran erinnerte Bürgermeister Axel Fuchs bei der offiziellen Eröffnung des Stadtfestes am Freitagabend auf dem Jülicher Marktplatz.

Er lobte die veranstaltende Werbegemeinschaft, die „immer standhaft dabei war und mit viel Arbeit alles toll organisiert hat. Drei, vier, jetz jeht et ran an et Bier“, lud er abschließend die rund 150 Besucher ein, die sich an diesem nasskalten Abend unter die Überdachungen der Bier- und Imbisswagen auf dem Markt drängten.

Bei diesem Wetter hätten es tatsächlich nur drei oder vier sein können. So traf der Satz: „In Jülich ist halt immer was los“ der Werbegemeinschaftsvorsitzenden Ute Werner voll ins Schwarze. Mit „Sledgehammer“ startete die 13-köpfige Cover-Band „It‘s live“ mit ihrem Fünf-Mann-starken Bläsersatz ein stimmungsvolles Live-Repertoire.

Ab Samstagmorgen lockte die immer wärmer scheinende Sonne wieder zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Ihnen bot sich das bei Stadtfesten gewohnte „Wimmelbild“: Schon mittags tanzten eine Frau und ein Mann solo zur Live-Musik der Partyband „FortyFour“ vor der Bühne. Vor der Kirche erprobten sich die ersten Jugendlichen im Bungee-Jumping. Ein Maler auf dem Kirchplatz porträtierte treffend eine Dame im Rollstuhl. Vor den Getränkewagen auf dem Marktplatz hatten junge und ältere Gäste in Liegestühlen Platz genommen, aßen zu Mittag oder tranken ein Glas Wein oder einen Cocktail.

Mitten durch das Marktgeschehen rollend, bewarb eine junge Frau auf einem Segway eine Fahrschule. Die Gäste zogen vorbei an den vielen Ständen mit Accessoires, Deko, Informationen, Kleidung, Lederwaren, Schmuck und natürlich Speiseangeboten, ein ausgewogener Mix aus regionalem Handwerk und Exotik. Ein „Haus und Garten“-Anbieter hatte sogar ein attraktives kleines Möbelhaus mit viel Deko unter einem großen Zelt hergerichtet. Der Förderverein „Festung Zitadelle“ hatte neue Briefbeschwerer in Zitadellenform aufgelegt. Ein Afrikaner bot handgefertigte Trommeln und mit Kronkorken besetzte Sitzmöbel an, ein Indio handgenähte Kinderkleidung oder Traumfänger.

Besonders viele männliche Blicke fielen auf eine stattliche Reihe sportlicher Zweiräder aus dem „Motorrad Center“ Jülich. Verliebte Blicke einer Dame galten einer „Moto Guzzi V9 Bobber“.

Anziehungspunkt war einmal mehr die Automeile auf dem Schlossplatz, wo viele der rund 150 hochglänzenden Neuwagen die Aufschrift „Das wird meiner“ auf ihrem Nummernschild trugen. Auffallend viele Besucher verspürten augenscheinlich diesen Wunsch beim Anblick eines BMW i8 in Hellblau-Metallic mit Flügeltüren, „ein sehr seltenes Modell, wie versichert wurde.

Erwähnenswert ist der Beitrag der Gesamtschule Niederzier/Merzenich, die unter einem Zeltdach in der Poststraße tolle selbst gefertigte „Stadtfestbesucher aus Pappmaché“ und Insektenhotels anbot. „Es hat Spaß gemacht“, betonten drei Schülerinnen auf Anfrage. Die Fertigung einer individuell ausgearbeiteten Puppe nach Anleitung ihrer Lehrerin Gaby Rahier habe zwei Monate gedauert.

Kein Regentropfen trübte die tolle „Kölsche Nacht“ mit vier Bands und „alle Jläser huh“ am Samstagabend oder den erstmals ökumenisch ausgerichteten Open-Air-Gottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz. Insgesamt bot das abermals gelungene Großevent vielen Menschen die Gelegenheit, „mal drei Tage die Seele baumeln zu lassen“.

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