Jülich - Buntes Frühlingsfest des Chinesischen Kulturvereins

Buntes Frühlingsfest des Chinesischen Kulturvereins

Von: ptj
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Viel beklatschtes Frühlingsfestkonzert: Die Gruppe „Peking Oper“ des Chinesischen Kulturvereins glänzt mit einem Querschnitt aus der eigenständigen Kunstform. Foto: Jagodzinska
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Dieser chinesische Junge präsentierte eine Volkstracht bei der „Kinder-Model-Show“. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit viel Begeisterung und einem abwechslungsreichen Konzertprogramm feierte der Chinesische Kulturverein in der vollbesetzten Stadthalle sein buntes chinesische Frühlingsfest.

Wie das Moderatorenquartett aus Dong, Gao, Wu und Kevin in seiner abwechselnd chinesisch- und deutschsprachigen Moderation vorab herausstellte, ist das Frühlingsfest zu Jahresbeginn das wichtigste Familienfest in China, vergleichbar mit Weihnachten im Westen.

So waren unter den Gästen viele Familienmitglieder der in Jülich ansässigen Studenten und Wissenschaftler, aber auch etliche Deutsche. Als prominenteste Besucher begrüßten Kulturattaché Han Dangsheng aus dem Generalkonsulat der Volksrepublik China in Düsseldorf und Jülichs stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia jeweils in ihrer Muttersprache das Publikum.

Gunia bekundete seine Freude über das „aktive kulturelle und soziale Leben unserer chinesischen Mitbürger fern ihrer Heimat“ und deren aktive Mitarbeit im Integrationsrat und beim Fest der Kulturen. Nicht unerwähnt lassen wollte Gunia, dass die Jülicher Forschungseinrichtungen FH, Forschungszentrum und Technologiezentrum sich bei den Gästen aus China größter Beliebtheit erfreuen und dankte für die den Nicht-Chinesen gebotenen Einblicke in eine „hohe und sehr alte Kultur“. Bedauerlicherweise sei die Entfernung zwischen beiden Ländern zu groß, um eine Städtepartnerschaft ins Auge zu fassen.

Das gelungene, rund dreistündige Konzert begann mit einem Vortrag des gemischten Vereinschores. „Das Lied für China“ und „Das gleiche alte Lied“ standen auf dem Programm, natürlich auf Chinesisch. In der Folge kamen die Besucher in den Genuss eines reizvollen Wechsels von Chor- und Sologesängen, Tänzen, Kampfkunst-Demonstrationen, Gewinnspielen und Instrumentalvorträgen.

Der chinesische Kulturverein bot sowohl einen Querschnitt aus seiner reichen Kultur als auch einen Überblick über seine vielen Vereinsangebote und bot dabei auch den Jüngsten eine Bühne. So zeigte die chinesische Vereinsschule eine von einigen Damen unterstützte „Kinder-Model-Show“ in traditionellen chinesischen Kostümen, bei denen tänzerische Elemente genauso zum Tragen kamen wie ihr zarter Gesang. Das jüngste Mitglied der Truppe war erst zwei Jahre alt.

Eine Vereinsgruppe beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der eigenständigen Kunstform „Peking Oper“ und ihren Elementen Mimik, Gestik, Akrobatik, Tanz und Musik. Viel Beifall belohnte die eindrucksvolle Gruppe.

Beliebt sind auch Kampfkunstszenen. Eine weibliche Taichi-Gruppe des Kulturvereins demonstrierte die innere Kampfkunst Taichi. Vier Jungen und zwei Mädchen aus der Yip M.A.N. Kampfkunstakademie präsentierten die auf Selbstverteidigung konzentrierte Kampfkunst WingTsun, mit dabei war auch Moderator Kevin.

Die Instrumentalvorträge reichten von der uralten siebensaitigen chinesischen „Guqin“, die zum Weltkulturerbe zählt, über die zweisaitige, mit dem Bogen gestrichene chinesische Kniegeige „Erhu“ bis hin zum modernen Gitarrenspiel. Mit dem exotischen Klang ersterer Instrumente und den glänzenden Volkstrachten ihrer Spieler Stacey Rui Dong und Da Zhang reisten die Zuhörer im Geiste bis zu 3000 Jahre zurück ins Kaiserreich China und mit dem sehr melodischen modernen Gitarrenspiel von Zheng Yuzhi wieder zurück in die Gegenwart. Donnernder Applaus belohnte abschließend die Akteure.

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