Bunt, fröhlich und hellwach: Frühlingsfest im Brückenkopf-Park

Von: ptj
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Pflanzen und Kunst im „Zierwerk Ameln“ eindrucksvoll vereint. Links im Bild ist Dirk Mommertz vom „Juliacum Entertainment Service“ zu sehen. Foto: Jagodzinska
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Vor den Augen von Eltern und Geschwistern turnen Kinder in Rollerbällen im mobilen Wasserspielgarten. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Das Volk von Jülich und angereister Pöbel aus Düren rastet aus“, ulkte „Gärtner Jeremias“, der insgesamt zehn Mal beim gelungenen zweitägigen „Frühlingserwachen“ im Brückenkopf-Park, das mehrere tausend Besucher lockte, seine Jonglage- und Animationskünste zum Besten gab.

Dabei band er anwesende Kinder, Eltern und das ganze Publikum aus der näheren Umgebung mit ein und erntete kräftigen Applaus. Fast ebenso häufig wurde unter derselben magischen Zeltkuppel zu „Williams Zauberarena“ eingeladen. Per Zauberhand verband oder löste William Seile, zauberte Bälle in Kinderhände oder ließ Wasser aus seinem Zauberkrug nicht versiegen.

Beste Laune verbreitete die „Fenix Theatre Company“ mit ihrem Walk-Act als fröhlich/bunte, fast magisch wirkende überdimensionale Blumenfiguren. Zu ungeahnter Lebendigkeit erwachte das mysteriöse große Baumwesen, das mal sanft flüsternd und wispernd, mal grummelnd und murrend daherkam.

Am Sonntag reihten sich die „lustigen Gärtner“ Quercus und Fagus in den Unterhaltungsreigen ein, die ihr außergewöhnliches Wissen rund um das Thema Garten aus Asien mitbringen. Sie faszinierten und animierten mit Witz und Charme – stets in engem Kontakt zur Pflanzenwelt.

Wasser „zieht“

Als Magnet für Familien erwies sich der mobile Wasserspielgarten. Dort turnten Kinder in schwimmenden Rollerbällen und wurden immer waghalsiger, während die Eltern ihre Aktionen mit der Kamera verewigten. Ebenfalls zum ersten Mal dabei war die „Spielebüchse Pandori“, die drei fantasievoll gestaltete Spiele im Angebot hatte: „Glücksfaden angeln“, Gnomjagd und „Tjosterey“, das Lanzenstroßen zu Pferde. Wer alle drei Spiele buchte, legte die Pandoris-Prüfung ab. Unabhängig von Erfolg oder Misserfolg gab es immer etwas zu gewinnen.

Naturschmuck herstellen oder gemeinsames „Mandala“-Malen an der Staffelei konnte man in der Kinderkunstwerkstatt des „Flying Art Circus“. Spielangebote wie Armbrustschießen, Kettcarfahren oder Kuhmelken an der Attrappe komplettierten die Unterhaltungsmeile.

Eine bunte und blühende Pflanzenvielfalt unterstrich die in der Region bereits erwachte Natur. Neben riesigen wunderschönen Pflanzenarrangements waren auch kleine Stecklinge zu erstehen, die einmal zur Staude wachsen. Beispiele sind die Nachtkerze, die „wilde Karde“ oder der „blaue Eisenhut“. Nicht fehlen durften ausführliche Pflanzen-, Garten- und Dekorationsberatungen bei Gärtnereien und Landschaftsgärtnern.

Kunst, Handwerksvorführungen und Musik setzten die passenden Akzente. Im Klanggarten verzauberten Meditationskonzerte mit „Sono mundi“ mit Gongs und klingenden Gefäßen im Zwei-Stunden-Rhythmus. Einige Meter weiter sollte Gerda Poot eigentlich an der Spindel sitzen, griff aber immer mal wieder zur Mandoline, um mit Akkordeonspieler und Gitarrist Gerhard Schulz internationale Frühlings- und Volkslieder zu spielen.

Zu ihrem Erstaunen erkannten einige lauschende Gäste aus Taiwan die Melodie von „Alle Vögel sind schon da“ und „Hänschen klein“ und sangen die Lieder in Mandarin mit. „Wir haben doch mehr Verbindendes als Trennendes“, betonten die Musiker im Anschluss strahlend.

Trockenmauerbau

Erwähnenswert unter den zahlreichen Angeboten vom Hut bis zur Solar-Rollade mit Funkbedienung ist die Trockensteinmauergestaltung „Steinkraft & art“. Unter den Blicken vieler interessierter Besucher entstand vor Ort eine ansprechender Trockenmauer. Kulinarische Spezialitäten vom österreichischen „Hüttenwurzen“ über heiß belegte Kräuterfladen bis hin zum gebackenen Fetakäse zu Beerenwein umrahmten aromatisch das „Frühlingserwachen“.

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