Bürgermeisterkandidat der Aldenhovener CDU ist Ralf Claßen

Von: gep
Letzte Aktualisierung:
6870245.jpg
Wer wird nach der Bürgermeister wahl im September Hausherr im Aldenhovener Rathaus? Foto: gep

Aldenhoven. Der erste Herausfordderer des Aldenhovener Bürgermeisters Lothar Tertel steht fest: Die CDU schickt den Siersdorfer Ralf Claßen ins Rennen. Vorgestellt wird der Kandidat am Sonntag, 12. Januar, auf dem Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes Dürboslar-Engelsdorf, der um 11 Uhr in der Dürboslarer Gaststätte „Köbgens“ beginnt.

Der Diplom-Verwaltungswirt Claßen ist nach Stationen bei der damaligen Bundesanstalt für Arbeit, im Universitätsklinikum Aachen und bei einer auf das Gesundheitswesen spezialisierten Unternehmensberatung Referent in der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) im Referat „Krankenhausorganisation, EDV und Statistik“. Seit Sommer 2013 ist er stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Aldenhoven, er kandidiert auch im Mai für den Gemeinderat.

Die anderen Parteien halten sich in der Kandidatenfrage noch bedeckt. „Es wird drei oder vier Kandidaten geben“, erwartet der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven. Die Genossen wollen ihren Kandidaten erst nach dem Urnengang im Mai präsentieren. Wassenhoven: „Es drängt uns nichts.“ Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) will sich „ganz spät entscheiden“, sagt deren Fraktionsvorsitzender Dieter Froning.

Amtsinhaber Tertel war 2007 als Parteiloser mit voller CDU-Unterstützung mit 61,1 Prozent gewählt worden, sein Konkurrent, der Sozialdemokrat Raoul Pöhler, unterlag mit 34,7 Prozent. Für Pöhler hatte sich damals auch die FWG ausgesprochen.

„Eine hauchdünne Mehrheit“ bei der Bürgermeisterwahl, so Froning, „wäre nicht gut für Aldenhoven“. Ein Bürgermeister müsse über eine breite Basis verfügen.

Tertel schöpft seine laufende Amtsperiode voll aus. „Ich verkürze nicht“, hatte er mit Blick auf die am 25. Mai stattfindende Kommunalwahl erklärt. Er sei „als parteiloser Bürgermeister gewählt“ worden und ordne sich daher nicht „parteipolitischen Interessen“ unter. Damit schlug er die gesetzliche Möglichkeit aus, dass Gemeinderat und Bürgermeister zeitgleich gewählt werden können. Das soll in NRW spätestens 2020 wieder die Regelfall sein, hat die rot-grüne Landesregierung entschieden.

Dass Tertel sein Amt nicht vorzeitig niederlegt und damit einen „Extratermin“ (Wassenhoven) für die Bürgermeisterwahl erzwingt, stößt bei der SPD auf schärfste Kritik. Das koste den Steuerzahler fast 37 000 Euro, moniert etwa der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernd Jansen. „Hier siegte mal wieder das eigene Wohl über das Allgemeinwohl.“

Tertel, so Wassenhoven, habe sich als Kämmerer und Bürgermeister, immer als sparsamer Haushälter aufgeführt, doch wenn es ihn betreffe, „interessiert ihn das nicht“. SeinVerhalten sei „nur Wahltaktik“. Das könne auch dazu führen, dass sich in der Gemeinde „Wahlmüdigkeit“ einstelle.

Zum CDU-Kandidaten befragt, sagte Sozialdemokrat Wassenhoven, dass Claßen „ohne Erfahrung in der Kommunalpolitik“ sei und in der CDU für die Gemeinderatswahl als Kandidat „durchgedrückt“ worden sei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert