Bürgermeister Lothar Tertel stellt sich 2014 zur Wahl

Von: gep
Letzte Aktualisierung:
6667673.jpg
Kandidiert erneut: Aldenhovens Bürgermeister Lothar Tertel. Foto: gep

Aldenhoven. Der Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel stellt sich im September 2014 wieder zur Wahl. Tertel war 2007 mit 61,1 Prozent gewählt worden, sein Konkurrent, der Sozialdemokrat Raoul Pöhler, unterlag mit 34,7 Prozent. Für Pöhler hatte sich damals auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) ausgesprochen.

Nach dieser Wahl hatte die CDU erklärt „Lothar Tertel und die CDU haben sehr gute Arbeit vor Ort geleistet. Sie sind auf die Menschen zugegangen und haben einen offensiven und selbstbewussten Wahlkampf gemeinsam geführt.“ Das ist 2014 nicht der Fall. Die CDU wird, so Fraktionschef Reinhard Paffen, einen eigenen Kandidaten, einen Aldenhovener, ins Rennen schicken.

Tertel will auch seine laufende Amtsperiode voll ausschöpfen. „Ich verkürze nicht“, sagte er mit Blick auf die am 25. Mai 2014 stattfindende Kommunalwahl. Er sei „als parteiloser Bürgermeister gewählt“ worden und ordne sich daher nicht „parteipolitischen Interessen“ unter. Nach dem „Gesetz zur Stärkung der kommunalen Demokratie“ in NRW sollen Bürgermeister sowie die Räte der Städte und Gemeinden wieder gemeinsam gewählt werden, denn sie stünden „in einer Verantwortungsgemeinschaft“. Die gemeinsame Wahl soll spätestens 2020 die Regel sein.

Dazu wurde die Amtszeit der Räte einmalig von fünf auf sechs Jahre verlängert und die Amtszeit der Bürgermeister dauerhaft von sechs auf fünf Jahre verkürzt. Um das Ziel zeitgleicher Wahlen schon 2014 zu erreichen, eröffnet das Gesetz Hauptverwaltungsbeamten einmalig die Möglichkeit, ihr Amt vorzeitig niederzulegen. Dies hat nach dem Indener Bürgermeister Ulrich Schuster jetzt auch Tertel abgelehnt. Mit einer Bürgermeisterwahl erst im September hätten die Parteien der Merzbach-Gemeinde zudem, so Tertel, „sehr viel Zeit“, um eigene Kandidaten in Stellung zu bringen.

Wie der Aldenhovener Bürgermeister weiter sagte, will er sich in seiner politischen Arbeit ab September auf vier Handlungsfelder konzentrieren: Sanierung der kommunalen Finanzen, Verbesserung der Infrastruktur und Weiterentwicklung der Schullandschaft sowie die Ausweisung weiterer Bau- und Gewerbegebiete, „damit Aldenhoven wachsen kann“.

Die Gemeinde ist Zwangskommune im NRW-Stärkungspakt Stadtfinanzen. Am Freitag ist bei der Bezirksregierung Abgabetermin für den Haushaltssanierungsplan 2014, rund 1400 Seiten stark und zwei (gebrauchte) Aktenordner füllend.

Das Zahlenwerk war vom Gemeinderat gegen die Stimmen der SPD verabschiedet worden. Ziel ist es, dass die Gemeinde bis 2016 mit einer jährlichen Landeshilfe von 800.000 Euro den Haushaltsausgleich schafft. 2021 soll die Kommune dann aus eigener Kraft und dauerhaft schwarze Zahlen schreiben.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert