Bürgerinitiative: Größere Abstände zu Windkraftanlagen

Von: Kr.
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Die Bürgerinitiative „Zur Windenergie“ hatte eingeladen, um über die Bürger über ihre bisherigen Schritte zu informieren. Foto: Krol

Gereonsweiler. Seit der Gründung der Gereonsweiler Bürgerinitiative „Zur Windenergie“ war bislang auf politischer Ebene noch nicht viel zu unternehmen. Die Sommerferien und die Bürgermeisterwahlen waren schuld daran.

Dennoch war der Vorstand mit dem Vorssitzenden Stanislaw Karlowicz, Hans Lehnen, Stephan Sikora, Frank Engelen, Hermann-Josef Braun und Manfred Kamphausen nicht untätig.

Durch ihren Rechtsbeistand Justus Peters hatte die Bürgerinitiative nach seiner Offenlegung das Investorengutachten prüfen lassen und fristgerecht ihre Einwendungen kundgetan. Eine Internetseite wurde eingerichtet, und unter www.Windpark-GeLiWe.jimdo.com kann sich jeder, der Interesse hat, über den Stand der Dinge informieren.

Es geht um 21 Windräder mit einer Nabenhöhe von 135 Metern, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Ortschaften Gereonsweiler, Welz und Linnich errichtet werden sollen und gegen die die BI Einwände vorbringt.

Dass sie den Bau dieser Windkraftanlagen nicht ganz verhindern können, ist den Aktiven der BI durchaus bewusst, und dies machten sie auch bei einer Mitgliederversammlung in der Gereonsweiler Bürgerhalle deutlich. „Wir sind nicht gegen Windkraft, aber wir möchten erreichen, dass die Anlagen in größerem Abstand zur Bebauung errichtet werden und ihre Höhe begrenzt wird“, erklärte Stanislaw Karlowicz. Deshalb hatte man auch das Gutachten auf Herz und Nieren geprüft und Einwände vorgebracht, wie Naturschutz und die Gefährdung bedrohter Tierachten und Bodendenkmalschutz.

Außerdem hatte die BI einen offenen Brief an alle Fraktionen des Linnicher Rates geschrieben und um ein Gespräch gebeten. Die Fraktion der Grünen, so Karlowicz, habe sich darauf noch nicht gemeldet. Die SPD habe kundgetan, dass sie dieses Gespräch erst nach der Infoveranstaltung zum Windpark in Linnich abwarten wolle, die am 10. Dezember um 19 Uhr in der Realschule Linnich stattfindet.

Zusammengesetzt hatte man sich bereits mit FDP/Piraten, der CDU und der PKL. Alle Gespräche, so Karlowicz, seien sehr positiv verlaufen. So hatte die Fraktion der Piraten und FDP nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie gegen diese Windräder ist, und der BI im Gespräch ihre volle Unterstützung zugesagt.

Konstruktiv war auch das Gespräch mit der CDU, in dem man auf die Gesundheitsgefährdung der Bürger durch Lärm und Infraschall hinwies. Alle waren sich einig, dass der Bau des Windparks vor dem Hintergrund des politischen Willens der Landesregierung nicht zu verhindern sei.

Da Linnich aber die gewünschte Flächenquote von zwei Prozent bereits deutlich erfüllt habe, wolle die CDU sich für eine Gesamthöhenbegrenzung von 150 Metern aussprechen und einen Abstand zur Bebauung von mindestens dem zehnfachen Wert der Gesamthöhe aussprechen. Dies hieße dann, dass in Gereonsweiler statt 21 Windräder lediglich neun bis zehn gebaut würden. „Damit könnte man leben“, findet die BI.

Auch die PKL will auf Rat und Investor hinsichtlicher einer Reduzierung der Windräder im Windpark Gereonsweiler einwirken und lobte das konstruktive Miteinander von PKL und BI.

Weiterhin stellte der Vorstand den Flyer vor, den er erstellt hatte und der an alle Haushalte verteilt werden soll. Außerdem bat Karlowicz die Anwesenden und die Mitglieder der BI, sich an den anfallenden Kosten zu beteiligen. „Jeder gibt das, was er kann“, meinte er. „Wir legen dem Investor kleine Steine in den Weg, die er aber immer erst einmal wegräumen muss“, sagte Frank Engelen und ergänzte, dass es noch so einiges gebe, was zur Offenlegung in Linnich vorzubringen sei. Außerdem sei es wichtig, den Rat zu sensibilisieren, denn er fälle letztendlich die Entscheidungen, bekräftigte Stanislaw Karlowicz.

Es wurde noch viel und heiß diskutiert, doch am Ende wurde beschlossen: Die BI bleibt am Ball und sucht vor allem die Zusammenarbeit mit den Welzern und Linnichern, die ebenfalls vom Windpark betroffen sind.

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