Bürgerantrag gilt dem Trommelwäldchen

Von: ahw
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Die Markierung zeigt, dass dieser Baum im Trommelwäldchen nahe einer Grundstücksmauer gefällt werden soll. Foto: Wolters

Jülich. Im Jülicher Nordviertel befindet sich im Karree zwischen Linnicher, Berliner, Mannheimer und Artelleriestraße das so genannte Trommelwäldchen, gut verborgen hinter Häuserzeilen. Wer das zentrumsnahe Gehölz auf dem einen Pfad durchstreifen möchte, hat zunächst Mühe, diesen zu finden.

Er ist aber über den Parkplatz des dortigen Penny-Marktes und an der Seite von Haus Nr. 3 an der Mannheimer Straße zu erreichen.

Bernd Wollerheim aus Jülich würde sich wünschen, dass sich möglichst viele Bürger der Herzogstadt die Mühe machen würden, um die kleine grüne Oase zu erkunden, denn deren Erhalt in der aktuellen Form ist zumindest gefährdet.

Im Februar des vergangenen Jahres wurde dem Jülicher Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss die Mitteilung der Stadtverwaltung zur Kenntnis gebracht, dass aufgrund mehrerer Beschwerden von Anwohnern wegen Beeinträchtigungen durch überhängende Äste im Herbst 2014 rund 40 Bäume gefällt werden sollten, die der zuständige Förster Weyland markiert hat.

Diese Markierungen, obwohl langsam verblassend, sind teilweise auf den Stämmen immer noch sichtbar. Das hat Bernd Wollersheim aus Jülich nach dem Studium des Protokolls der erwähnten Ausschusssitzung dazu bewogen, in dieser Sache einen Bürgerantrag zu stellen. Darin fordert der 70-Jährige, von der geplanten Rodung des Trommelwäldchens abzusehen.

„Die von Förster Weyland heraufbeschworene Gefahr durch umstürzende Bäume ist allgemein bekannt“, schreibt Wollersheim in seiner Antragsbegründung. So seien bei den heftigen Stürmen an Pfingsten 2014 im gesamten Stadtgebiet Jülich viele Bäume umgefallen – „nur im Trommelwäldchen kein einziger“.

Filterung der Atemluft

Den Berichten in unserer Zeitung hat Wollersheim zudem entnommen, dass das kleine und nur schwer zugängliche Waldstück nicht nur ein schönes und interessantes Stück Jülicher Stadtgeschichte darstellt, sondern mit all seinen Pflanzen von unschätzbarem Wert für die Filterung der Luft ist, die von den Jülicher Bürgern täglich eingeatmet wird. Wann der Bürgerantrag von den Ratsgremien weiter behandelt wird, ist noch nicht klar.

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