Bürger-Paten für Beete im Jülicher Stadtgarten gesucht

Von: Volker Uerlings
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Ein bisschen Pflege-Vorarbeit leisten Park-Geschäftsführung und Brückenkopf-Vereins-Vorstand schon mal: Sie suchen Paten, die Beete im Stadtgarten kreativ gestalten. Foto: Uerlings

Jülich. Der Stadtgarten im Brückenkopf-Park ist ein markantes Relikt der Landesgartenschau 1998. Die zahlreichen geometrischen, aber unterschiedlich geschnittenen Beete kennzeichnen die große Fläche zwischen Süd- und Nordbastion der Festung.

Eine Blütenpracht und Pflege wie zu LaGa-Zeiten ist für das recht kleine Gärtnerteam nicht machbar. Daher hatte die Geschäftsführung schon ein Konzept beschlossen, um den Stadtgarten als Ganzen zu „renovieren“ oder zurückzubauen, um den Pflegeaufwand zu reduzieren.

Es kommt jetzt vorläufig anders. Der Brückenkopf-Verein will die bestehenden Beete nutzen, um einen kreativen Bürgergarten entstehen zu lassen. Ehrenamtliche Paten gestalten und pflegen über das Jahr ein bestimmtes Beet – und der Verein belohnt die schönsten Beispiele mit Geldpreisen.

Diese Initiative präsentierte der Vorstand des Brückenkopf-Vereins am Freitag Seite an Seite mit der Geschäftsführung. Die Paten werden mit Saatgut und Pflanzen ausgestattet und erhalten für die Pflegemaßnahmen natürlich Einlass in den Park. Was da wachsen und sprießen soll und vielleicht um ein kleines Holzkunstwerk ergänzt wird, ist nicht festgelegt. „Es sollte blühen“, erklärte Ulrike Fink als stellvertretende Vorsitzende des Vereins lachend.

Vorsitzender Dr. Markus Boner erläuterte die Motivation der Vereinigung, die in den jüngsten Monaten zahlreiche Impulse gesetzt hat – wie die Vergrößerung des Wolfsgeheges oder die neuen Tretboote auf dem Weiher. „Jeder weiß, dass die Stadtfinanzen desolat sind. Und das zeigt sich auch in der Unterstützung hier im Park. Unser Ziel aber ist es, diese Anlage so attraktiv wie möglich zu gestalten.“

So entstand die Idee, „eine Art Bürger-Stadtpark zu realisieren, wo sich auf den kleinen Parzellen der Ideenreichtum zeigt“. Flächen dieser Art gibt es genug: um die 100. Ziel ist es nun, dass sich mindestens 20 Paten finden, die die prominentesten Parzellen unter ihre Fittichen nehmen, gestalten und pflegen. Das soll bis zum 31. Mai gelingen.

Der Brückenkopf-Verein beruft im September ein Kuratorium, das die Flächen unter die Lupe nimmt und bewertet. Ausgelobt werden 500, 300 und 100 Euro für die drei Beete, die der Jury am besten gefallen.

Wer Interesse hat, meldet sich bei der Park-Geschäftsführung, Dr. Dorothee Esser-Link und Hajo Bülles, unter Telefon 02461/97950 oder per Mail an info@brueckenkopf-park.de.

Das Pflegekonzept mit Renovierung oder Rückbau des Stadtgartens sei „nicht zu finanzieren“, wie Geschäftsführerin Dorothee Esser-Link auf Anfrage am Freitag informierte, das sei auch im Aufsichtsrat beschlossen worden. Von daher begrüßen die Parkverantwortlichen die Initiative des Zoo-Vereins, „eine blühende Landschaft zu schaffen – als Interimslösung“ ausdrücklich.

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