Bündnis gegen Rechts beleuchtet die AfD

Von: Adi Zantis
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Der neu gewählte Sprecherkreis im Aldenhovener Bündnis gegen Rechts mit Pfarrer Cervigne (l.), Referent Richard Gebhardt (r.) und der Dürener Rapper „DAniE“ (4. v. r.). Foto: Zantis

Aldenhoven. In seinem Wirkungsbereich ist das Aldenhovener „Bündnis gegen Rechts“ immer auf Augenhöhe, wenn es darum geht, den rechtspopulistischen Parolen entgegenzutreten. In der jährlichen Zusammenkunft freute sich Bündnis-Sprecher Charles Cervigne über die zahlreichen Besucher, die so das rege Interesse an der Arbeit des Bündnisses zeigten.

Im Bemühen um eine möglichst schonungslose Darstellung der rechten Szene konnte der evangelische Pfarrer den Aachener Politikwissenschaftler Richard Gebhardt vorstellen, der sich in einem Referat besonders der rechtspopulistischen Szene in der AfD zuwandte.

„Beängstigende Erfolge“

In seiner Frage „Ist die Alternative für Deutschland überhaupt eine normale Partei“ verwies der Referent gleich zu Anfang „auf beängstigende Erfolge“, mit denen die rechte Gruppierung in den jüngsten Wahlen vor allem in den neuen Bundesländern Erfolge erzielen konnte. In der Analyse „Wer sind die Wähler der AfD?“ vermutet Gebhardt enttäuschte Christdemokraten, Liberale, Arbeiter, Jugendliche und sogar auch Gewerkschaftler. Die deutlich rechts stehende Partei sollte die Menschen seiner Meinung nach beunruhigen.

„Wir müssen bei der AfD genau hinhören“, denn für den Wissenschaftler „ist die scheinbar demokratische Gruppierung in der Kerntechnik eine populistische Partei mit Tendenzen zur rechten Szene“. Dazu gehören nach seiner Einschätzung „vor allem die Reizthemen Flüchtlingsproblematik, Ängste unter den Arbeitern, religiöse Konflikte um den Islam und kulturkämpferische Neigungen“. „Deshalb“, so argumentierte der Referent nachdrücklich, „muss sich auch ein Bündnis gegen Rechts mit der AfD auseinandersetzen, um den Kulturkampf dieser Partei öffentlich darzustellen.“

Im Schlusswort sprach Pfarrer Cervigne von „einem Phänomen AfD, dem man nicht anfällig werden darf“. Er verwies auf Projekte mit Jugendlichen und in den Schulen, auf die Flüchtlingsarbeit und weiteren Aktionen, in denen das „Bündnis“ aktiv beteiligt ist. Begeisterung fand in der Bündnisversammlung auch der Rapper-Beitrag der Dürener „Wuje-Records“, mit dem sich Rapper „DAniE“ vorstellte: „Egal, ob Moslem oder Christ, schwarz oder weiß, was soll der Scheiß, was soll dieser Vergleich! Wir sind alle gleich, sei ein Held und kämpf‘ mit mir für den Frieden auf dieser Welt!“

Einstimmig wurden für den Sprecherkreis die Mitglieder Fabian Hausmann, Matthias Röder, Karl-Heinz Schumacher, Lothar Thielen, Pfarrer Charles Cervigne, Irene Oellers, Alfred Paduscheck, Wilfried Engländer, Ralf Dorn, Ayse Kaplakarslan, Nicole Fensky, Marco Kolb, Jaqueline Grond, Christian Grond, Michaela Mörsch und Natalie Grond gewählt.

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