Buchvorstellung zu Synagogen im Kreis Düren

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Kreis Düren. Vor 75 Jahren, in der Nacht auf den 10. November 1938, brannten auch im Raum Düren-Jülich Synagogen, wurden Wohnungen und Geschäftshäuser jüdischer Mitbürger zerstört.

Eskalation der Judenpolitik

Zahlreiche Juden wurden bei den Gewalttätigkeiten verletzt, viele verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Der im damaligen Sprachgebrauch zynisch „Reichskristallnacht“ genannte antijüdische Pogrom war eine weitere Eskalation der „Judenpolitik“ des NS-Staates, die bis 1945 im beispiellosen staatlich angeordneten und umgesetzten Genozid am europäischen Judentum mit seinen sechs Millionen Opfern endete.

Die Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine im Kreis Düren hat den Jahrestag der Reichspogromnacht zum Anlass genommen, das Schicksal der Synagogen im Kreisgebiet nachzuzeichnen.

Katalogartige Übersicht

In der neuen Publikation werden katalogartig die Synagogen und Bethäuser in Aldenhoven, Drove, Düren, Embken, Frenz, Gey, Gürzenich, Jülich, Langerwehe, Langweiler, Linnich, Lüxheim, Müntz, Pier, Rödingen, Tetz, Untermaubach und Vettweiß vorgestellt. Ein einleitender Beitrag stellt die Entwicklung des Synagogenbaus im Überblick dar.

Jülicher Geschichtsverein 1923 und die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz stellen das Buch am Mittwoch, 27. November, im Kulturbahnhof Jülich (KuBa), Bahnhofstraße 13, um 17 Uhr der Öffentlichkeit vor.

Eine virtuelle Rekonstruktion

Die Buchvorstellung wird abgerundet durch einen Vortrag von Dr.-Ing. Marc Grellert von der TU Darmstadt über „Synagogen in Deutschland – eine virtuelle Rekonstruktion“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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