Jülich - Brückenkopfpark: Der Auftakt zur Aufholjagd

Brückenkopfpark: Der Auftakt zur Aufholjagd

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:

Jülich. Alles ist relativ. Unter dieser Prämisse kann schwarz Gemaltes tatsächlich eher rosig wirken, wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtet. Beispielsweise die aktuellen Besucherzahlen des Jülicher Brückenkopf-Parks. Die lassen auf den ersten Blick ein schwarzes Jahr vermuten.

Und doch wird gejubelt. „Für den Mai habe ich nichts Gutes zu berichten”, stimmte Chef vom Dienst Heinz Horrig auf die Bilanz ein. 26.513 Besucher passierten die Parktore und damit 20.000 weniger als im Mai 2008! Eine Katastrophe? Nein!

Denn jener Vorjahres-Mai war ein außergewöhnlicher Monat. Mit der Höhner-Roncalli-Show und der spektakulären Veranstaltung „Flammenzauber” trieben damals zwei Publikumsmagneten mit jeweils 12.000 Besuchern die Bilanz in die Höhe. Ohne dieses Plus „ist der Mai 2009 überhaupt nicht mehr so schlimm”, meinte Horrig und fügte hinzu: „Und der Flammenzauber kommt erst noch im Juli.”

Auch der Absatz an Dauerkarten sieht alles andere als schlecht aus. Derzeit sind 2996 Karten abgesetzt worden, knapp 80 weniger als im gesamten Jahr 2008. Insgesamt zählte das Kassenpersonal am Lindenrondell und an der Kirmesbrücke 65.574 Besucher (50.346 Tagestickets, 4923 Kinder unter einem Meter, 10062 Dauerkartenbesitzer, 113 Gutscheinbesitzer und 130 Besucher Tickets aus dem Sonderverkauf). Unter dem Strich liegen die Besucherzahlen im Vojahresvergleich um gut 21.000 zurück.

Hoffnungsvoller Einstieg

Geradezu in Jubelstimmung versetzte das Epochenfest über Pfingsten Parkchefin Dr. Dorothee Eßer. „12.717 Besucher ist ein Superergebnis”, schwärmte sie. Das sei hoffnungsvoller Einstieg in die beginnende Veranstaltungssaison.

Hinter den Zahlen, gerade zum Epochenfest, stehen aber nicht nur Besucher und Einnahmen, sondern auch Lerneffekte, wie es Heinz Horrig bezeichnete. Eine Erkenntnis: Die Parkplatzkapazität beispielsweise hat ihre Grenzen. Durch einen auf die Schnelle organisierten Einweiserdienst unter tätiger Mithilfe des Technischen Hilfswerks, das zufällig vor Ort war, wurde die Blechlawine lenkend bewältigt.

Als mindestens ebenso hilfreich erwies sich eine zusätzliche Handkasse am Haupteingang Lindenrondell, wo sich in den Stoßzeiten eine lange Besucherschlage staute. Im Park selbst verteilte sich der Menschenstrom. „Der hätte noch ein paar tausend Besucher mehr verkraften können”, schätzte Heinz Horrig.

Das gilt übrigens nicht für den Floßteich. Darin plantschten zeitweise so viele Kinder fröhlich herum, dass „nicht mal mehr eine Maus hineingepasst hätte”, wie der Chef vom Dienst erzählte. Und auch der Jugendzeltplatz war „mit 190 Kindern ausgebucht”, verkündete Parkchefin Eßer.
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