Brückenkopf-Park: Zuschusskürzung ist „existenzbedrohend“

Von: vpu
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Trügerische Idylle: Während sich die Natur im Brückenkopf-Park Bahn bricht, gehen Zuschusskürzungen sicher auch an die Substanz der Infrastruktur. Einen Investitions-Stau gibt es schon jetzt. Foto: Jonel

Jülich. Aus der Zeitung erfuhren Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Brückenkopf-Park GmbH von der geplanten Kürzung des Zuschusses um 50 000 Euro. Das hat alle überrascht und viele entsetzt. Dieser Vorschlag der SPD hatte bei den Haushaltsberatungen eine Mehrheit gefunden.

Der Aufsichtsrat der großen Freizeiteinrichtung, die in diesem Jahr 655 000 Euro von der Stadt erhält, hat kurzfristig Alarm geschlagen und die Kommunalpolitiker auf die möglichen Folgen hingewiesen. In einem Brief heißt es: „Eine weitere Kürzung der Zuschüsse bereits 2014 um 50 000 Euro könnte zu einer existenzbedrohenden Erhöhung des strukturellen Defizits im Park selbst führen.“ Auch angesichts dieser Mahnungen einigte sich der Haupt- und Finanzausschuss darauf, die in Rede stehende Summe nicht sofort zu streichen, sondern mit einem „Sperrvermerk“ zu versehen. Das bedeutet: Der Stadtrat kann dieses Geld bei großer finanzieller Not im Park freigeben.

Klar ist nun, dass in diesem Jahr ein Konzept gefunden werden muss, wie es mit dem Brückenkopf-Park langfristig weitergehen soll. Das Ziel ist, den Zuschussbedarf deutlich zu senken. Eine „Strategiekommission“ wurde gegründet, wie der Aufsichtsrat in seinem Brief schreibt, die sich mit einigen bereits vorliegenden Vorschlägen erstmals am 25. März befassen will.

Im Haupt- und Finanzausschuss stellte CDU-Fraktionschef Peter Capellmann die Weichen in Richtung Kompromiss und schlug statt einer Zuschuss-Kürzung den Haushaltssperrvermerk vor. Außer den Grünen votierten alle Fraktionen dafür, auch die SPD. Deren Fraktionsvorsitzender Harald Garding erläuterte die Gründe für den Ursprungsantrag seiner Partei: Das Jugendgästehaus mit seinem Betreiber sei immer mit dem Argument propagiert worden, es bringe Einnahmen durch die zahlreichen Gäste, die nach Jülich kommen und auch Eintritt in den Park zahlen. „Ich sehe das nicht.“ Bei den Verhandlungen mit dem Herbergs-Betreiber Jufa hätte es „längst ein vernünftiges Verhandlungsergebnis geben müssen“.

Sowohl Kämmerer Andreas Prömpers als auch Vertreter der CDU zeigten sich überzeugt, dass der positive Effekt eintreten werde – allerdings nach einer Anlaufzeit. Daher sei es unrealistisch, schon 2014 Zuschüsse zu kürzen. Wolfgang Gunia (CDU) führte einen Investitionsstau im Park an. „Und wenn wir weitere Mittel streichen, bleibt noch mehr liegen!“

Jül-Fraktionschef Heinz Frey warb ebenfalls dafür, dem Gästehaus ab Dezember Zeit einzuräumen. Man müsse nun auch einmal bei den erklärten Zielen bleiben und nicht gleich alles über Bord schmeißen.

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