Breit gefächertes Musikrepertoire in Barmener Bürgerhalle

Von: ptj
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Volle Besetzung in der Barmen
Volle Besetzung in der Barmener Bürgerhalle: Vor der Bühne spielt der Spielmannszug Lohn, auf der Bühne hat das Musikcorps Würm Plätze eingenommen. Foto: Jagodzinska

Barmen. Wie immer gut besucht war die 14. Auflage des Frühjahrskonzerts in der Bürgerhalle, veranstaltet vom Barmener Maiclub. Als Konzertierende widmeten sich das Musikcorps Würm und der Spielmannszug Lohn ihrem breit gefächerten Repertoire aus Märschen und Konzertstücken.

Mit dem bekannten Marsch „Saint Triphon”, das Komponist Arthur Ney nach einem kleinen Städtchen im schweizerischen Kanton Waadt benannte, eröffnete das Musikcorps den Konzertabend. Den Taktstock hielt Thomas Schrouff, seit gut einem Jahr neuer Würmer Dirigent. Als designierter Freund der Marschmusik waren einige Märsche Pflichtprogramm, wie die „Luftwaffenmusik” Silberkondor von Hans Felix Husadel.

Stücke wie das „Henry Mancini Portrait”, arrangiert von Manfred Schneider, oder „Music was my first love” von John Miles zählten zum Kontrastprogramm. Ersteres ist ein Medley aus Filmmusiken wie „Die Dornenvögel” oder „Frühstück bei Tiffany”, letzteres eine Hommage an Widney Houston, die am 11. Februar in Beverly Hills verstorbene US-amerikanische R & B-, Soul- und Popmusik-Sängerin („Its Not Right, But Its Okay”).

Gabriele im Publikum

Die „Gabrielen-Polka” von Thorsten Reinau widmeten die Blasmusiker spontan einer Gabriele aus dem Publikum. Besonders laut ertönte im Wechsel zu den Würmer Musikvorträgen die des Lohner Spielmannszuges, geleitet von Korpsführer Thomas Graff.

Die Lohner, die schon seit 51 Jahren die Barmener Maikirmes besuchen, hatten sich mit ihren Marschtrommeln, klappenlosen Querflöten, Lyren (Glockenspielen), großen Trommeln und Becken in voller Breite im Saal vor der Bühne platziert. Ihr Repertoire starteten sie mit dem Marsch „Deutschlands Waffenehre” von dem als „Marschkönig” bekannten Komponisten Hermann Louis Blankenburg.

Auch hier wurden nicht nur Märsche zu Gehör gebracht: Einfühlsam präsentierten sich die Musiker mit den Stücken „Ich bau dir ein Schloss” von Jürgen Drews oder „Let it be” von den Beatles.

„Badinerie” von Bach

Mit der „Badinerie”, der beliebten „Straßenmusik” des Altmeisters an Klavier und Orgel Johann Sebastian Bach, hatten die Lohner sogar eine Orchestersuite im Programm, die bereits von Metallica und Queen interpretiert worden ist.

Besonders eindrucksvoll gestalteten sich die gemeinsamen Musikvorträge der Konzertierenden: Der Konzertmarsch „Mars de Medici”, 1938 vom Niederländer Johan Wichers komponiert, und die Polka „Böhmischer Traum” aus der Feder des Tenorhornisten der Scherzachtaler Blasmusik, Norbert Gälle. Er wurde durch diese Polka bekannt.

„Grüße aus dem Egerland” von L. Wenzl stand als letztes Stück im Programm, mit dem für den Barmener Maiclub passenden Text von Rolf Spelthahn: „In Barmen ist Kirmes, ja jetzt gehts los,...”.

Obwohl bis dahin noch einige Wochen ins Land ziehen, war die Vorfreude bereits spürbar. Markus Kieven, Vorsitzender des gastgebenden Maiclubs, präsentierte als neuen Maikönig Marc Bellartz. Kräftiger Applaus des Publikums war der Lohn der Musiker.
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