Bravouröse Solokonzert-Premiere von Fatjona Maliqi

Von: hivi
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Fatjona Maliqi glänzte bei ihrem Klavierkonzert in der Schlosskapelle. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. 1996 im Kosovo geboren, gilt Fatjona Maliqi als eines der größten Musiktalente ihres Heimatlandes. Nachdem Heribert Koch sie als Juror bei einem internationalen Wettbewerb kennengelernt hatte, übernahm er ihre weitere Ausbildung und bereitet sie in regelmäßigen Arbeitsphasen in Deutschland auf Wettbewerbe und Konzertauftritte vor.

Bei dem sonntäglichen Konzert in der Jülicher Schlosskapelle bestritt sie ihren ersten Soloabend mit einem anspruchsvollen Programm. Sie spannte den musikalischen Bogen der Konzertliteratur von Bach bis Chopin und bewies damit ihre Vielseitigkeit.

Die Introduktion mit den Präludien und Fugen in C-Dur und E-Moll von Johann Sebastian Bach zeigte schon deutlich die besonderen Stärken der Pianistin. Sie beeindruckte durch kraftvolles, sicheres Spiel in diesem Werk, das weitaus mehr als ein Schulwerk ist. Es entwickelte unter den Händen der Pianistin eine eigene Ästhetik mit poetischem Gehalt.

Pianistische Bravour war bei der Sonate in C-Dur von Ludwig van Beethoven gefordert. Glänzend und von konzertantem Charakter, von barocker Kraft und Fülle. Mit Spieltemperament und großer Darstellungskraft musizierte die Pianistin dieses großartige Werk des Komponisten, das ihrer Virtuosität breite Plattform bot.

Mit der Rhapsodie g-moll op.79 Nr.2 bot Fatjona Maliqi eine der beliebtesten und wirkungsvollsten Klavierkompositionen von Johannes Brahms. Den expressiven Charakter, das edle Pathos, die heroische Größe wusste die Pianistin deutlich darzustellen.

Zwei Kompositionen aus den „Préludes“ von Claude Debussy, „Ce qu ´a vu le vent d´Ouest“ und„La cathédrale engloutie“ ließen die Künstlerin die volle Palette der pianistischen Klangmittel ausspielen. Mit den liebenswürdigen, pianistisch dankbaren Melodien des Scherzo Nr.2 b-Moll von Frédéric Chopin endete das offizielle Programm.

Mit großer Spielfreude machte die junge Pianistin ihrem begeisterten Publikum noch eine große Freude mit den Zugaben „Etüde Tableau c-moll“ von S. Rachmaninow und dem Prélude h-moll nach J.S. Bach.

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