Bourheimer wehren sich gegen Autohof

Von: Karl Stüber
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Weitere Infos sind an der Bürgerhalle in Bourheim ausgehängt: Ortsvorsteher Werner Pawlak sammelt und bündelt mit Freiwilligen die Bedenken und Anregungen der Einwohner zu dem westlich des Ortes geplanten großen Autohof. Foto: Stüber

Bourheim. Gegen den zwischen Jülich und Aldenhoven geplanten Autohof formiert sich Widerstand. Im östlich des Areals liegenden Bourheim werden seit kurzem Unterschriften gegen das Großprojekt gesammelt.

Zuvor hatte Ortsvorsteher Werner Pawlak zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ins Gasthaus Odinius geladen, an der auch der Vorsitzende des Bauausschusses der Stadt Jülich, Erich Gussen (CDU), teilnahm. „Am Ende der Diskussion ist ganz klar herausgekommen, dass der Autohof mit Mehrheit aufgrund großer Bedenken abgelehnt wird”, beschreibt Pawlak das Meinungsbild.

Immerhin nahmen rund 120 Bürger teil. Die in der Versammlung geäußerten Bedenken werden von Pawlak in einem Brief an Bürgermeister Heinrich Stommel zusammengefasst. Zur Unterstützung werden noch bis Mittwoch, 4. Februar, Unterschriften gesammelt. Dann soll das „Gesamtpaket” an Stommel gehen.

Kritisch sehen viele Bourheimer das mit dem Autohof geplante Biomassekraftwerk. Die Leistung des Kraftwerks sei unangemessen hoch angesetzt, damit einhergehend wäre der Verbrauch von Biomasse (Mais) ebenfalls hoch, was zu entsprechendem Schwerlastverkehr mit Lärm und Dreck führen würde. Zudem werden Geruchsbeläsitungen befürchtet - „allein schon durch nicht vermeidbare Leckagen”.

Mit über 400 Lkw-Stellplätzen werde der Autohof nach Geiselwind an der A3 der zweitgröße Deutschlands sein. Werde der zwischen der Herzogstadt und der Merzbachgemeinde vorgesehene Platz entsprechend den Erwartungen der Investoren angefahren, ergebe sich ein erheblicher Kraftstoffumsatz an der Tankstelle.

Pawlak, der vor seinem Ruhestand in der Branche tätig war, hat einen Bedarf von annährend 130 Millionen Litern im Jahr errechnet. „Dies bedeutet an den hochfrequentierten Tagen von montags bis freitags, dass mindestens 300 Lkw den Autohof zum Tanken anfahren müssen”, hat er formuliert.

Hinzu komme noch eine schwer abschätzbare Zahl von Fahrzeugen, die zur Einhaltung der Ruhezeiten die Parkplätze aufsuchen, und Pkw, deren Insassen einfach nur mal Pause machen möchten. Pawlak nennt schätzungsweise insgesamt 1500 Fahrzeugbewegungen pro Tag.
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