Borussia Freialdenhoven läuft die Zeit davon

Von: Thomas Mauer
Letzte Aktualisierung:
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Trotz vergebener Chance am Anfang ließ er sich nicht unterkriegen: Kelly Ajyua (Nr. 9) im Zweikampf mit einem Nierfelder. Foto: Mauer

Freialdenhoven. Äußerst schwer tat sich Borussia Freialdenhoven am vergangenen Wochenende, als der SV SW Nierfeld zu Gast an der Ederener Straße war. Am Ende stand ein mageres 1:0 auf der Habenseite der Hausherren. Es hätte auch ganz anders ausgehen können.

Letztendlich waren aber dann dann doch alle erleichtert. Die Mannschaft, weil sie die Punkte eingefahren hatte. Der Trainer, Wilfried Hannes, der nach dem Abpfiff erst einmal tief durchatmete: „Wir wurden immer verkrampfter, uns lief die Zeit davon.“ Und auch die Zuschauer verließen das Stadion zumindest in dem Gefühl, dass ihre Borussia gewonnen hatte.

Die hatte sich jedoch unnötig sehr schwer getan. Nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff segelte der Ball von der linken Seite in den Strafraum. Dort stand Kelly Ajuya mustergültig zum Abschluss. Doch statt überlegtem Einschieben, schoss er aus kurzer Distanz direkt auf den Nierfelder Schlussmann Dirk Scheer. Die Chance zur frühen Führung dahin. „Den musste er machen“, klagte der Trainer.

Klare Dominanz

In der Folgezeit standen dem Unglücksraben jedoch Pascal Schneider, Kai Vondenbank und Mark Szymczewski in nichts nach. Freialdenhoven dominierte klar, die Nierfelder kamen kaum über die Mittelinie, im Abschluss passierte jedoch nichts.

Einmal an den Pfosten war alles. „Torchancen, da wirst du verrückt“, übte sich Hannes in Galgenhumor.

Aber für den Borussen-Coach war das nicht genug. „Ein Punkt war mir zu wenig.“

Mit den Einwechselungen von Lukas Domgörgen, Jerome Muckel und Alexander Back sollte mehr Druck entstehen. Doch zunächst hatten auf einmal die Gäste Chancen. Eine Unachtsamkeit zuviel, und Nierfeld hätte geführt. Torhüter Sascha Rodemers musste zweimal beherzt eingreifen, um dies zu verhindern (66., 67.).

Und dann war es ausgerechnet der Unglücksrabe Ajuya, der seine Fußspitze an den Ball brachte und den vor dem Nierfelder Keeper wegspitzelte. Der nicht immer sichere Alex Back schob ins lange Eck ein.

In den Jubel mischte sich viel Aufatmen. „Es stimmte alles, bis auf die Chancenverwertung.“ In die Kritik vom Trainer mischte sich deutlich auch die Anerkennung für den kämpferischen Einsatz seiner Akteure. Die Mannschaft insgesamt hatte bewiesen, dass sie einen Gegner über die Spielzeit unter Druck setzen und beherrschen kann.

Ein Lichtblick am Rande war Philipp Dunkel. Nach langer Verletzung saß er mit auf der Reservebank.

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