Borussia Freialdenhoven: Eine Halbzeit verschlafen und Chancen versiebt

Von: tm
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Borussen-Trainer Wilfried Hannes ärgerte sich maßlos über die völlig verkorkste erste Halbzeit. Foto: Mauer

Freialdenhoven. Nach der Serie sehr erfolgreicher Spiele verpasste es Mitteilrheinligist Borussia Freialdenhoven am vergangenen Wochenende beim TSC Euskirchen die Chance, mit Kontinuität seinem guten Ruf gerecht zu werden. Eine völlig desaströse erste Halbzeit, in der die Mannschaft auch noch zwei Treffer kassierte, verhinderte trotz einer sehr guten zweiten Hälfte den Erfolg. So gelang Euskirchen mit Unterstützung der Borussen-Abwehr ein 3:2 (2:0).

Trainer Wilfried Hannes war hinterher stinksauer. „Für einige Spieler waren die letzten Spiele wohl zu erfolgreich“, war seine erste Vermutung. Hannes zeigte sich sehr enttäuscht über die Mannschaftsleistung und nahm auch seinen Torhüter davon nicht aus. Gleich zweimal hatte Sascha Rodemers mit unverständlichen Ausflügen dazu beigetragen, dass Lukas Kremer (2.) Und Sascha Engel (17.) ihren TSC in Führung schossen. Und damit war Freialdenhoven in der ersten Halbzeit sogar noch gut bedient.

Es ging etwas lauter zu in der Kabine, der Trainer musste den Spielern deutlich machen, dass mit einer solchen Leistung und vor allem Einstellung keine Punkte zu holen wären. Die Standpauke zeigte Wirkung. „Euskirchen hatte in der zweiten Hälfte nur einen Torschuss“, stellte Hannes voller Genugtuung hinterher fest.

Seine Spieler besannen sich und schnürten den Gegner nach dem Pausenwechsel förmlich ein. Motivierend und hilfreich war sicherlich das schnelle Eigentor von Torhüter Josef Gries Hopp (56.), wobei nicht so ganz klar war, ob Eigentor oder ob Okan Dikenli verantwortlich war. Immerhin brauchte die Borussia nur zehn Minuten bis zum Ausgleich durch Yannick Kuhnke, um die Partie wieder völlig offen zu gestalten.

150-prozentige Chance

Allerdings versäumte es die Mannschaft in der Folge, die dann erspielten Torchancen auch in Treffer umzusetzen. Der Trainer konnte sich nur die Haare raufen, als Kelly Ajuya in der 85. Minute völlig frei aus kurzer Distanz den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbrachte. „Das war keine 100-prozentige Chance, das war 150-prozentige Chance“, stöhnte Hannes.

Das war umso ärgerlicher, als unmittelbar vor dem Abpfiff der TSC seinen einzigen Torschuss in der zweiten Halbzeit nutzte. Aus 18 Metern versenkte Benny Moritz Rose bei einem Freistoß das Leder im Torwarteck. Und wieder half der Borussen-Keeper fleißig mit.

Kein Wunder, dass Winnie Hannes nach der Begegnung ziemlich angefressen den verlorenen Punkten nachtrauerte. Da Freialdenhoven nicht aufsteigen möchte und dennoch derzeit auf dem dritten Tabellenplatz rangiert, stand der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund. Und der erlitt in Euskirchen einen unnötigen Dämpfer.

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