Bonhoeffer-Haus: Gemeindefest wird ein Ort der Begegnung

Von: Mira Otto
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Die beiden Pfarrer Udo Lenzig und Horst Grothe freuen sich über ein gut besuchtes Gemeindefest rund um das Bonhoeffer-Haus. Für sie ist die Feier ein Ort der Begegnung und Zugehörigkeit.
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Musik war ein wichtiger Bestandteil des Gemeindefestes der Evangelischen Kirchengemeinde. Hier spielt gerade die junge Band „Veto“. Foto: Mira Otto

Jülich. Der Wettergott Petrus muss mittlerweile wohl auch reformiert sein, hätte das Wetter für das Gemeindefest der evangelischen Gemeinde Jülich nicht optimaler sein können. Unter blauem Himmel und mit viel Programm brachten sich zahlreiche Helfer mit in das gut besuchte Fest ein.

Die Feier wurde mit einem Gottesdienst eröffnet. Schon hier half, neben der musikalischen Mitgestaltung eines Posaunenchors, das Kindergottesdienst-Team kräftig mit, indem es unter dem Gesang der Gemeinde einen Segenstanz zu „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten“ aufführte. Dazu sagte die sechsjährige Maxi, die auch die Schminkkünste der Konfirmanden-Gruppe genossen hatte und nun ein Einhorn war: „Wir haben zusammen getanzt, und es hat ganz viel Spaß gemacht.“

„Wir begehen heute das Gemeindefest zum Reformationsjubiläum. Im Sinne des Jubiläums haben wir im Gottesdienst darüber gesprochen, dass sich Kirche mit der Zeit verändern muss“, sagte Pfarrer Horst Grothe, und sein Kollege Udo Lenzig fügte an: „Das ist wichtig, damit die Kirche lebendig und ein heller sowie fröhlicher Ort bleibt.“ Auch das Gemeindefest trage als Ort der Begegnung und Zugehörigkeit für Jung und Alt dazu bei, so Lenzig weiter.

Nach dem Gottesdienst ging das Gemeindefest mit reichlich Programm rund um das Bonhoeffer-Haus weiter.

Neben dem Basteln von Fischen und Murmelbildern des Kindergartens „Die kleinen Strolche“ und einer Vorlesestunde für Kinder, sorgten die Konfirmanden-Kinder für alkoholfreie Cocktails, Dosenwerfen und Kinderschminken. Freudig stellte die Konfirmandin Lena (12) fest: „Wir waren so gut besucht, dass uns zahlreiche Säfte für die Cocktails ausgegangen sind.“

Auch musikalisch wurde einiges geboten: Unter anderem zeigte der Frauenchor „Femme Vocale“ sein musikalisches Können.

Darüber hinaus spielten drei Musikakts auf einer Bühne direkt vor der Christuskirche. Als Zuschauerraum diente die abgesperrte, davor liegende Straße.

Eröffnet wurde das Konzert von der Gruppe „Veto“. Damit brachten Achim Richter (Gesang), Skallan Dietrich (Gesang/ Gitarre), Christoph Blaszczyk (Drums), Jens Reimerdes (Gitarre) und Eike Hennig (Bass) eine bunt gemischte Setlist mit Coversongs zu Gehör. Darunter auch „Sweet Child O‘ Mine“ (Guns N‘ Roses).

Nach dem Soloauftritt von Paul Daubenspeck alias „Unexceptional“ an der Gitarre, Mikrophon und mit dem Loop, der Indierock mit Emo-Einflüssen spielte, folgte „Depart“. Eigene, englischsprachige Rock-Titel präsentieren somit Michael Dolinski (Gesang), Stefan Paar (Bass), Max Lumer (Schlagzeug) und Fabian Horn (Gitarre) zum ersten Mal in Jülich. Einer der vorgestellten Songs trug den Titel „Deliver“. Dazu erklärte Michael Dolinsk: „In dem Song beleuchte ich die Flucht meiner Eltern aus einem kommunistischen Regime und will damit zeigen, dass keine Form von Extremismus gut ist.“

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