Bombe im Herzen der Jülicher Zitadelle entschärft

Von: ma.ho
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Nach rund 25 Minuten war die Fliegerbombe entschärft, Wolfgang Wolf, Axel Faßbender und Siggi Konopatzki vom Kampfmittelräumdienst konnten sie verladen. Hans Pinell (l.) vom Ordnungsamt Jülich zeigte sich erleichtert. Foto: Horrig

Jülich. Am späten Mittwochmittag hat der Kampfmittelräumdienst im Innenhof der Zitadelle Jülich eine amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbombe entschärft. Archäologen hatten das explosive Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Ausgrabungen gefunden, die dort seit Anfang 2014 laufen.

Das in der Zitadelle befindliche Gymnasium hatten Stadt, Feuerwehr und Polizei bis Mittwochmittag um 13 Uhr geräumt. Ein Kindergarten musste evakuiert werden. Die Häuser der Anwohner der umgebenden Straßen lagen nicht innerhalb des 200-Meter-Radius, den die Experten als Sicherheitsabstand ausgewiesen hatten.

Der Radius konnte so klein gehalten werden, da die mächtigen Mauern der Zitadelle die Druckwelle einer Explosion größtenteils aufgefangen hätten. Per Lautsprecherdurchsagen informierte die Feuerwehr die Anwohner in Teilen der Kurfüstenstraße, der Düsseldorfer Straße und Am Wallgraben sich während der Entschärfung nicht im Freien oder in der Nähe von Fenstern aufzuhalten.

14:30 Uhr: Entwarnung

Polizei und Feuerwehren sperrten verschiedene Abschnitte innerhalb des Sicherheitsradius. Genau um 14.03 erhielten Wolfgang Wolf, Axel Faßbender und Siggi Konopatzki (alle vom Kampfmittelräumdienst Düsseldorf) vom Hans Pinell, Leiter des Jülicher Ordnungsamtes, grünes Licht für die Entschärfung. „Es ist schon ein wenig knifflig, da zuerst der Heckzünder entfernt werden muss. Dann erst kann man die Bombe aus dem Erdreich ziehen. Hat die Bombe noch einen Frontzünder, muss man diesen auch noch entschärfen“, erklärte Pinell.

Glücklicherweise erwies sich diese Vermutung als falsch, so dass Wolf erleichtert um 14.30 Uhr Entwarnung geben konnte. „Da der Heckzünder sich nicht einzeln herausdrehen ließ, haben wir ihn komplett mit der Buchse entfernt“, sagte Wolf. Die Bombe selbst wird nun getrennt vom Zünder in ein Sammeldepot gebracht. Später zerlegt eine Entsorgungsfirma sie in kleinere Teile.

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