„Body Counter” misst radioaktive Belastung

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Der Proband liegt während der Ganzkörpermessung unter vier Detektoren, die die Gammastrahlung eventuell vorhandener Spaltprodukte messen. Das Ganze dauert rund zehn Minuten, ist zur Zeit kostenlos. Foto: hfs.

Jülich. Die Messung durch vier Detektoren in dem rund 500.000 Euro teuren Ganzkörperzähler dauert gut zehn Minuten. Dann hat es Alexander, 24-jähriger Student aus Köln, schriftlich. „Mein Körper war keinerlei Strahlenbelastung aus dem Kernkraftwerksunfall in Japan ausgesetzt.”

Der junge Mann wirkt ebenso erleichtert wie die Mutter, die ihn zur Untersuchung im Institut für Strahlenschutz im Forschungszentrum Jülich begleitet hat.

Für den Wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Martin Schläger kein ungewöhnliches Messergebnis. „Der junge Mann weilte während des Reaktorunfalls in Shanghai, möchte dorthin auch zurückkehren. Jetzt wollen die Eltern natürlich wissen, ob ihr Sohn dort einer Strahlenbelastung ausgesetzt wird.” „Würden sie Ihren Sohn dorthin fahren lassen?” Die Frage der Mutter beantwortet Schläger direkt. „Auf jeden Fall, Sie haben nichts zu befürchten.”

Die Möglichkeit, sich im Jülicher Institut kostenlos auf mögliche Strahlenschäden untersuchen zu lassen, besteht für Jedermann. Seit dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima haben sich bisher zehn Personen für den so genannten „Body Counter” angemeldet.

Es ist einer von 25 Geräten, die quer über die Bundesrepublik verteilt sind. Mit Hilfe dieses Ganzkörperzählers stellen die Wissenschaftler fest, ob Personen bei ihrem Aufenthalt in Japan oder aber in angrenzenden Ländern mittels Emissionen mit radioaktiven Spaltprodukten in Berührung gekommen sind. Typische Spurenelemente sind dann Jod 131 oder aber Caesium 137. Hat Ersteres eine Halbwertzeit von acht Tagen, kann Caesium noch nach 30 Jahren im menschlichen Körper nachgewiesen werden.

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