Rurdorf - Bobby Car-Challenge: Rasante Schussfahrt knapp über dem Boden

Bobby Car-Challenge: Rasante Schussfahrt knapp über dem Boden

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Mit bis zu 50 Sachen brausten die Aktiven den Rurdorfer Berg Foto: Kròl

Rurdorf. Wenn der Bi-Ba-Bobby-Car-Song ertönt und die Signalpfeife geht, wissen Eingeweihte, dass wenig später eine Gruppe wagemutiger Fahrer auf roten Rutschautos den Rurdorfer Berg hinunter rasen. Die 4. Bobby Car-Challenge zog wieder einmal Aktive und Zuschauer in seinen Bann.

Ungebremst und teilweise mit Tempo 50 km/h rauschen die Mini-Boliden den „Schlittenberg“ hinunter. Über 45 große und kleine Akteure waren der Einladung des Veranstalters Rurdorf Special e.V. gefolgt, suchten in sechs Klassen von Kinder- bis zur Profiklasse den Nervenkitzel und lieferten sich auf der 300 Meter langen Strecke heiße Duelle. Wer bremst, verliert lautet die Devise, beim BobbyCar Race, aber gebremst wird dabei ausschließlich mit den Schuhsohlen. „Da braucht man dicke Sohlen“, meinte einer der Teilnehmer, „sonst qualmen die Söckchen.“

Überhaupt ist vieles anders bei den Rennen mit den roten Rutschautos. Der Kunststoffkörper des BobbyCars darf nicht in Einzelteile zerlegt und durch irgendwelche Hilfsmittel künstlich verlängert oder verbreitert werden. Das Car muss mindestens vier Räder haben, Stoßdämpfer gibt es nicht, lediglich die Achsen, Lager, Felgen Räder dürfen bei den Rennausführungen modifiziert werden. Hier wird im Gegensatz zu den anderen Klassen aus einem Kinderspielzeug ein Renngefährt. Die Rurdorfer Strecke ist nicht so sehr auf Geschwindigkeit ausgelegt, vielmehr erfordern die zwei 180° Spitzkehren und die lang gezogenen 90° Kurve Fingerspitzengefühl und fahrerisches Können.

Dass sie zu den anspruchsvollsten Strecken zählt, auf denen in Deutschland BobbyCar-Rennen veranstaltet werden, bestätigten Fahrer der Königsklasse aus dem In- und Ausland. Einer der vielen Aktiven ist Lutz Schneider aus Oberbruch, der BobbyCarfahren so beschrieb: „Es macht einfach unheimlich viel Spaß. Dadurch, dass man mit dem Hosenboden fast auf der Erde sitzt, erhöht sich das Gefühl der Geschwindigkeit, es ist wie Schlittenfahren.“

Der Spaß der Aktiven übertrug sich natürlich auf die Zuschauer. Zwei von ihnen, Birgit und Eckard Keller, waren aus Bremen angereist um ihren Sohn Tobias mit einer großen Fahne ihrer Stadt anzufeuern. „So etwas wie hier, gibt es bei uns im Norden nicht. Das ist ja was wie eine Naturbühne“, zeigten sich die beiden begeistert von der Strecke und der Veranstaltung. Neben dem Rennfeeling für Jung und Alt steht der Spaß im Mittelpunkt und eigentlich ist die Veranstaltung eine Familienfete.

Heiße Musik und kulinarischen Leckerbissen luden zum Verweilen an der Rennstrecke ein. Da wurde gefachsimpelt und Technik der Teilnehmer begutachtet. Zum Abend sah mal viel zufriedene Gesichter einschließlich der Ausrichter. „Wir sind rund herum zufrieden, die Veranstaltung ist super gelaufen, und ich glaube, alle hatten heute wieder ihren Spaß bei uns in Rurdorf“, freute sich Dr. Steffen Peters am Ende des Tages, auch weil das 4. Bobby Car-Challenge reibungslos und unfallfrei zu Ende ging. Selbstverständlich durfte die abschließende After Race-Party mit dem Sieger des Rurdorf-Special Band-Contests „Amin Afify Band“ nicht fehlen. Hinzu kam noch die Heinsberger Band „Ten Tons of Glory“, die mit Alternative-Rock glänzten. Beide Gruppen rundeten die tolle Veranstaltung ab. Kr.

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