Blick vom Propsteiturm eröffnet besonderes Panorama

Von: Kr.
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Beim Blick vom Turm der Propsteikirche ist Jülich aus der Vogelperspektive zu sehen, beispielsweise der Marktplatz und ein Teil der Kölnstraße. Foto: Kròl

Jülich. Die Gelegenheit, Jülich aus der Vogelperspektive vom Turm der Propsteikirche aus zu sehen, hat man nicht alle Tage. Im Zuge der Sanierungsarbeiten boten Pfarrer Josef Wolff und Architekt Prof. Joachim Loseck, der die Arbeiten betreut, eine kleine interne Führung bis ans Dach des Westturms an.

Vom Architekten gab es fachkundige Erklärungen zu den Arbeiten aber auch viel Wissenswertes über das Handwerk. Auf dem Gerüst erkennt auch der Laie, wie marode teilweise Fugen und Sandsteine sind. „Das sieht man von unten gar nicht, wie angegriffen das Gemäuer ist“, bemerkte einer der Teilnehmer.

Vom Architekten und Sachverständigen Prof. Joachim Loseck war zu erfahren, dass der bunte Sandstein an der Außenmauer ein Naturprodukt ist, das bedingt durch Frost, Regen, Hitze eventuell auch handwerkliche Fehler eine Halbwertszeit von etwa 40 Jahren hat und in regelmäßigen Zeiträumen immer wieder saniert werden muss.

Er wies auf die Schäden an den Gesimsen und in den Fugen hin und erklärte, wie akribisch die Steinmetze und Restauratoren zu Werke gehen. Stein für Stein und Fuge für Fuge wird überprüft und gegebenenfalls ausgebessert. Immerhin ist die Kirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, Jülichs ältestes erhaltenes Baudenkmal.

So gelangte die kleine Gruppe bis an das Kirchturmdach. Von dort bot sich ihnen ein nicht alltäglicher Ausblick auf die Stadt und das Jülicher Land. Natürlich ist eine solch ausgehente Sanierungsmaßnahme nicht zum Nulltarif zu haben. Die Pfarrei „Heilig Geist“ hat ein Drittel der Sanierungskosten von einer Viertelmillion Euro aufgebracht, zwei Drittel der Summe steuert das Bistum Aachen für die Erhaltungsmaßnahme bei, die etwa ein halbes Jahr dauern werden.

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