Blaue Tonne für alle ab 2015 in Aldenhoven

Von: -vpu-
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Aldenhoven. Im neuen Jahr wird es vor allen Haustüren in der Gemeinde Aldenhoven bunt, denn ab 1. Januar 2015 wird flächendeckend die blaue Papiertonne eingeführt. Das hat der Gemeinderat nach kurzer Diskussion und bei fünf Nein-Stimmen mit großer Mehrheit beschlossen.

Vor allem in der größten Fraktion des Rates, der SPD, wurde diese Änderung der Abfallentsorgungssatzung mürrisch kommentiert, weil sich nun die Zahl der verschiedenen Tonnen von drei auf vier erhöht und der Unterbringungsplatz knapp sei. Kajetan Raab (SPD) erklärte, dass er mit der bisherigen Bündelsammlung und der freiwilligen Ausgabe der blauen Tonne sehr zufrieden sei. „Das ist doch freiwillig gut gelaufen. Ich sehe bei Mietshäusern schon Probleme, da die vierte Tonnenart hinzustellen.“

Anita Klotz erklärte für die Gemeindeverwaltung, warum die flächendeckende Einführung unumgänglich sei: Im Zuge der europaweiten Ausschreibung der Abfallentsorgung seien die Arbeitsschutzvorschriften berücksichtigt worden. Und bei Papierbündeln sei eben nicht auszuschließen, dass sie schwerer als 30 Kilogramm sind, was per Vorschrift verboten ist. Außerdem verhindern die Behälter, dass bei Wind und Sturm Papier durch die Straßen geweht wird

Immerhin kann es in der Gemeinde Aldenhoven weiter Müll-Gemeinschaften geben, die sich bestimmte Tonnen teilen. Auf Wunsch der Kommunalpolitik können diese Gemeinschaften nicht mehr nur mit den unmittelbaren Nachbarn rechts und links, sondern künftig auch mit denen von der gegenüberliegenden Straßenseite gebildet werden. Unter Umständen wachsen über die blaue Tonne in der Gemeinde Aldenhoven Nachbarschaften völlig neu zusammen...

Übrigens wird es auch im neuen Jahr möglich sein, zusätzlich zu den Tonnen Papierbündel in die Abfuhr zu geben, sofern diese nicht zu schwer sind.

Abgelehnt hat der Aldenhovener Rat auf der jüngsten Sitzung indes mit großer Mehrheit einen Antrag der Fraktion Grüne/Linke auf Einführung einer neuen Baumschutzsatzung. Monika Müller erklärte für das grün-linke Fraktionsbündnis, dass mit einer Satzung der Bestand besser geschützt und wildes Abholzen verhindert werde. Vor dem Hintergrund der Sturmfolgen hätten ohnehin schon zahlreiche Bäume gefällt werden müssen.

Erst im März 2012 hatte der Rat die bis dahin geltende Baumschutzsatzung abgeschafft. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung sei danach keine signifikante Änderung im Abholzverhalten bekannt geworden. Sprecher anderer Fraktionen verwiesen darauf, dass viele Bäume durch andere Gesetze ohnehin geschützt seien. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

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