Blasorchester spielt Melodien zum Mitsingen

Von: ptj
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Bereits zum siebten Mal in Serie begeistert der Musikverein „Waldlust“ Glehn im Weihnachtskonzert des Kirchberger Vereins für heimatliches Brauchtum. Foto: Jagodzinska

Kirchberg. „Wieder sind wir hier in unserer schönen Martinuskirche zusammengekommen, wieder ist Advent und wieder spielen unsere Freunde aus der Eifel, der Musikverein Waldlust Glehn.“ So begrüßte Pfarrer Dr. Peter Jöcken zur siebten Auflage des Weihnachtskonzertes, veranstaltet vom Kirchberger Verein für heimatliches Brauchtum.

Nicht ohne die Gäste in der wunderschön geschmückten und gut gefüllten Kirche an die Öffnung der „inneren Türen“ zu erinnern, sonst bleibe das Gefühl, „ins Unendliche zu versinken“. Traditionell sprach der Vorsitzende Hans Boos weitere Begrüßungsworte, während sein Vize Johann Ernst bei den Abschlussworten an der Reihe war.

Fanfarenartige Einwürfe

Mit der feierlichen Eröffnungsmusik „Musica Gloriosa“ mit schönen lyrischen Passagen und fanfarenartigen Einwürfen ging das Konzert der Eifeler Blechbläser an den Start, unterbrochen von vier zur Besinnung anregenden Kurzvorträgen. Ans Mikro traten dazu Margareta Vaßen, Klara Germes und Achim Cormann, letzterer gleich zweimal. So ging es etwa um „Die vier Kerzen“ am Adventskranz, von denen nur die Kerze der Hoffnung weiter brennt. Weitere Beispiele sind „Der Stern und das Herz“ aus der Feder des verstorbenen Aachener Bischofs Klaus Hemmerle, die sich „nicht geirrt haben“, als sie „aufbrachen und sich beugten vor dem Kind“. Oder „Was nützt es wenn … man sich nicht selber als Gabe bringt“, von Franz von Assisi. Zum weihnachtlichen Repertoire der „Waldlust“ zählte zunächst das „Transeamus usque Bethlehem“, das auf der Weihnachtsgeschichte basiert. Richtig weihnachtlich werden sollte es erst in der zweiten Halbzeit, zunächst beswingt, dann mit traditionellen Weihnachtsmelodien zum Mitsingen.

Doch zuvor standen millionenfach verkaufte Hits, Musicals oder Filmmelodien auf dem Programm. „Bohemian Rhapsody“ von Queen, „Out of Africa“ aus dem Film „Jenseits von Afrika“ oder „The Rose“ aus dem gleichnamigen Film mit Bette Midler. Zum Repertoire zählte auch „Conquest of Paradise“ von Vangelis. Zunächst ein Flop, wurde das Stück erst zum Hit, als der Boxer Henry Maske es 1994 als Einmarschmusik zu seinen Kämpfen auswählte. Der nicht weihnachtliche Part endete mit den schönsten Melodien aus den bekanntesten Musicals des britischen Komponisten Andrew Lloyd Webber. Passagen aus dem gewaltigen Rock-Musical „Jesus Christ Superstar“ fungierte als fulminantes Schlusswerk. Als Zugabe spielte die „Waldlust“ den „Ambrosianischen Lobgesang“, die „Friedenshymne“ aus dem berühmten „De Deum“. Begeisterter Applaus gebührte dem Musikverein aus der Eifel und seiner fabelhaften Interpretation eines so breit gefächerten Repertoires.

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