Jülich - Blasorchester-Sommerworkshop endet mit furiosem Auftritt

Blasorchester-Sommerworkshop endet mit furiosem Auftritt

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Ein buntes generationsübergre
Ein buntes generationsübergreifendes Orchester begeisterte mit seiner Blasmusik das Jülicher Publikum. Foto: Daniela Mengel-Driefert

Jülich. „Wir haben so viele Jugendliche wie noch nie zuvor”, sagte der Leiter des Blasorchesters Martin Schädlich zum Publikum und ergänzte: „Der älteste Jugendliche ist 74 Jahre alt”. Die Zuschauer reagierten mit spontanem Applaus und ein beschwingter Konzertabend konnte beginnen.

Den Anfang machte „Broadway in the 90s”, das auch das Motto der Veranstaltung vorgab. Die Hauptbühne im Brückenkopf-Park war bei sommerlichen Temperaturen bis auf den letzten Platz besetzt, unter anderem mit Eltern, Großeltern und Freunden, die gespannt dem anschließenden Medley „Starlight Express” lauschten. Ein buntes, generationsübergreifendes Orchester mit einem Dirigenten, der seine Musiker immer wieder auf positive und heitere Art und Weise zu motivieren und zu unterstützen wusste.

Nicht nur der Taktstock gab den Ton an. Martin Schädlich sprach auch mit den Augen, setzte viel Mimik und Körpersprache ein. Gekleidet war er nicht im üblich tristen Schwarzweiß-Look der Konzert-Etikette, sondern in Shorts und grünem T-Shirt mit bunten Aufdruck: „Willy”, der Freund Biene Majas lachte Orchester und Publikum am Konzertabend entgegen. Martin Schädlich versteht mit Fröhlichkeit, Spaß und Leichtigkeit Musik zu vermitteln. So ist zu verstehen, warum zahlreiche Jugendliche sich auf diese gemeinsame Zeit in den Sommerferien freuen, die ihnen doch auch Fleiß und Disziplin abverlangt.

Für die Interpretation des Stückes „Cabaret” von John Kander wurden zum Beispiel viele Feinheiten geübt und intensiv mit fünf weiteren Dozenten erarbeitet. Das waren Anna Christina Kleinlosen, Johannes Meures, Klaus Luft, Sebastian Schnitzler und Martin Kirchharz. Im Anschluss spielte das Orchester das schrille Musical „Hairspray”, gefolgt von „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat” von Andrew Lloyd Webber. Erfreut lobte Schädlich: „Man sagt über die Klarinetten, dass sie die Seele des Orchesters sind, und ich finde, wir haben eine sehr gute Seele.” Die „West Side Story”, „Phantom der Oper” und „König der Löwen” rundeten das Programm ab.

Am Ende bedankte sich das Publikum mit viel Begeisterung und lang anhaltendem Applaus. „Den letzten Titel ,Music was my first Love spielen wir auch für Sie, aber vor allem für uns selbst”, erklärte Martin Schädlich. „Ich glaube, wenn Jugendliche in den Ferien einen solchen Workshop mitmachen, sagt Ihnen das ganz viel.”

Auch nach dieser Zugabe ließen die Zuschauer das Orchester nicht enden. Es folgten Standing Ovations, eine zweite Zugabe „Hairspray” in der Wiederholung und nochmals tosender Applaus.
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